Taipei – 12. März 2024. Premierminister Chen Chien-jen (陳建仁) hat angeordnet, alle Produkte, die Chilipulver mit dem illegalen Farbstoff Sudanrot enthalten, innerhalb eines Monats aus den Regalen zu nehmen. Chen betonte, dass es dringend notwendig sei, die Quelle abzuschneiden, die Ermittlungen zu intensivieren und die Kontrollmaßnahmen zu verstärken.
In seiner Rede vor dem Parlament am Dienstag sagte Premierminister Chen, Vizepremier Cheng Wen-tsan (鄭文燦) sei damit beauftragt worden, die Bemühungen mehrerer Ministerien, darunter Gesundheit und Soziales, Justiz, Bildung, Umwelt und Wirtschaft, zu koordinieren, um den Vorfall mit dem Chilipulver mit Sudanrot von Grund auf zu untersuchen.
Chen betonte, wie wichtig es sei, die importierenden Unternehmen durch strenge Audits zur Verantwortung zu ziehen und Verstöße streng zu ahnden. Darüber hinaus betonte Premierminister Chen das Engagement der Regierung für die Sicherheit der Verbraucher und fügte hinzu, dass die nachgelagerte Überwachung verstärkt werde, um verdorbene Produkte rasch aus den Regalen zu entfernen.
Auch das Justizministerium habe Maßnahmen ergriffen, um Untersuchungen über illegale Importe durchzuführen. Laut Chen sei es das Ziel der Regierung, alle Produkte, die illegales Chilipulver enthalten, innerhalb eines Monats zu entfernen.
Der Skandal wurde am 3. März bekannt, als Gesundheitsbehörden in Taoyuan erklärten, sie hätten in Produkten von sechs verschiedenen Betrieben mit Sudanrot verunreinigtes Chilipulver gefunden.
Die Behörden verfolgten die Quelle des verdorbenen Pulvers zu den chinesischen Lieferanten Jinzhan International und Jiaguang International zurück, beschuldigten jedoch den taiwanischen Lebensmittelimporteur Bao Hsin Enterprises, das Chilipulver an Unternehmen verteilt zu haben, obwohl der Importeur wusste, dass das Pulver minderwertig war.