Taipei – 26. März 2024. Nach den jüngsten Vorfällen, bei denen Personen mit taiwanischen Pässen die Einreise nach Kuba verweigert wurde, rät Taiwans Tourismusbehörde Reisebüros, Gruppenreisen nach Kuba anzupassen oder vorübergehend auszusetzen.
Es handele es sich derzeit nur um eine Empfehlung und nicht um ein Verbot, teilte die Behörde am Dienstag mit.
Reisebüros dürfen weiterhin Reisen nach Kuba verkaufen, werden aber darauf hingewiesen, dass Reisenden die Einreise verweigert werden könnte, so die Behörde.
Auf der Grundlage der vierstufigen Reisehinweise des Außenministeriums (MOFA) in Bezug auf Sicherheitsrisiken gelte für Kuba weiterhin eine orangefarbene Warnstufe, was bedeute, dass unnötige Reisen vermieden werden sollten, so die Verwaltung.
Die niedrigste Stufe, grau, bedeute, dass Vorsicht geboten sei; gelb bedeute, dass Reisen überdacht werden sollten; orange bedeute, dass unnötige Reisen vermieden werden sollten; und rot bedeute, dass Staatsangehörige der Volksrepublik China nicht in ein bestimmtes Land reisen sollten.
Im Dezember letzten Jahres rief das Außenministerium die Öffentlichkeit dazu auf, Reisepläne nach Kuba zu verschieben, nachdem eine taiwanische Familie in Kanada berichtet hatte, dass ihnen die Einreise nach Kuba verweigert worden war, weil sie einen taiwanischen Pass besaßen, den die kubanische Einwanderungsbehörde nach eigenen Angaben nicht anerkenne, da sie das "Ein-China-Prinzip" aufrechterhalte.
Taiwans Tourismusbehörde teilte am Dienstag mit, dass sie vor kurzem weitere Beschwerden über ähnliche Vorfälle von lokalen Reisebüros erhalten habe und ihnen daher rate, Reisen in das karibische Land vorübergehend auszusetzen.