Taipei – 28. März 2024. Der Vorsitzende der Kommission für nukleare Sicherheit (NSC), Chen Tung-yang (陳東陽), sagte, die Verlängerung des Betriebs von Kernkraftwerken sei ein sehr komplexes Thema, das die gesamte nationale Energiepolitik, den Bau von Trockenlagern, die Änderung von Vorschriften und die Entsorgung nuklearer Abfälle betreffe und für das ein gesellschaftlicher Konsens erforderlich sei.
Chen reagierte damit auf Überlegungen mehrerer Abgeordnete der Kuomingtang (KMT), Änderungen vorzuschlagen, um den Betrieb der taiwanischen Kernkraftwerke zu verlängern, ohne eine Frist für den Antrag auf Verlängerung zu setzen.
Chen erklärte, laut dem Nuclear Reactor Facilities Regulation Act und den zugehörigen Untergesetzen müssten Anträge auf Verlängerung des Betriebs von Kernkraftwerken fünf Jahre vor Ablauf der Lizenz eingereicht werden. Dies bedeute, dass das derzeit in Betrieb befindliche Kernkraftwerk Maanshan (馬鞍山) nicht verlängert werden könne und in den nächsten zwei Jahren schrittweise stillgelegt werde.
Die DPP-Parlamentarier Wu Pei-yi (吳沛憶) und Jean Kuo (郭昱晴) erklärten beide, dass Taiwan noch keinen dauerhaften Lagerort gefunden habe, was eindeutig darauf hindeute, dass die Kosten der Atomstromerzeugung unterschätzt würden.
Chen pflichtete ihnen bei und betonte, dass die sozialen Kosten schwer abzuschätzen seien, aber er sagte, dass die Kommission für nukleare Sicherheit die Entscheidungen des Parlaments respektieren werde.