Taipei – 4.4.2024 – Bei dem schweren Erdbeben in Osttaiwan sind mehr als 1000 Menschen verletzt worden. Die Zahl der Todesopfer wurde weiterhin mit 9 angegeben.
Gestern um 07:58 Uhr morgens ereignete sich an der Ostküste ein Erdbeben der Stärke 7,2. Das Beben erreichte in Osttaiwan Intensitäten bis 6. In Nordtaiwan war das Beben mit Intensitäten bis zu 5 zu spüren, darunter auch im Großraum Taipei. Es folgen viele Nachbeben.
Nach Angaben der Feuerwehrbehörde von heute Nachmittag sind bei dem schweren Erdbeben in Hualien gestern Morgen nach bisherigen Erkenntnissen 1065 Menschen verletzt worden. 42 Menschen werden noch vermisst. 9 Menschen kamen bei dem Erdbeben ums Leben. Das Beben verursachte schwere Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Durch Erdrutsche und Steinschläge wurden Straßen blockiert.
642 Personen sind noch eingeschlossen, davon befinden sich mehr als 600 im Silks Place Taroko Hotel und Tianxiang Youth Activity Center in der Taroko-Schlucht.
Mittlerweile konnten 64 in der Heping-Mine eingeschlossenen Menschen befreit und in Sicherheit gebracht werden.
Innenminister Lin Yu-chang sagte heute Vormittag bei der Arbeitskonferenz des Katastrophenschutzzentrums, es seien bereits mehr als 24 Stunden nach dem Erdbeben vergangen. Die Suche nach Vermissten und Bergung von Eingeschlossenen müsse unbedingt mit den größten Anstrengungen fortgeführt werden: "Die Menschen, die seit dem Erdbeben gestern um 08:00 Uhr eingeschlossen sind, haben vielleicht nicht genügend Nahrungsmittel, jede Sekunde zählt, dessen müssen wir uns alle bewusst sein."
Gemäß der Wetterbehörde ist mit weiteren Nachbeben zu rechnen. In bergigen Gegenden kann es außerdem Regenschauer geben. Der Innenminister rief alle dazu auf, sich in den nächsten Tagen nicht in bergige Gebiete zu begeben.
Da die Highway 8 noch an mehreren Abschnitten blockiert ist, wies der Innenminister darauf hin, dass im Bedarfsfall Menschen in den betroffenen Gebieten von der Luft aus versorgt werden müssten.