Taipei - 4.4.2024 – Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben in Osttaiwan hat sich auf 10 erhöht. Ein bisher noch vermisster 65-Jähriger wurde tot auf dem Xiaozhuilu Wanderweg aufgefunden. Bis heute Nachmittag 16:25 wurden 10 Todesopfer bestätigt. 1067 Menschen wurden verletzt, 38 Personen werden noch vermisst.
Gestern um 07:58 Uhr morgens ereignete sich an der Ostküste ein Erdbeben der Stärke 7,2. Das Beben erreichte in Osttaiwan Intensitäten bis 6. In Nordtaiwan war das Beben mit Intensitäten bis zu 5 zu spüren, darunter auch im Großraum Taipei. Es folgen viele Nachbeben.
Das Beben verursachte schwere Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Durch Erdrutsche und Steinschläge wurden Straßen blockiert. 660 Personen sind noch eingeschlossen, davon befinden sich mehr als 600 im Silks Place Taroko Hotel und Tianxiang Youth Activity Center in der Taroko-Schlucht.
Mittlerweile konnten 64 in der Heping-Mine eingeschlossenen Menschen befreit und in Sicherheit gebracht werden.
Innenminister Lin Yu-chang sagte heute Vormittag bei der Arbeitskonferenz des Katastrophenschutzzentrums, es seien bereits mehr als 24 Stunden nach dem Erdbeben vergangen. Die Suche nach Vermissten und Bergung von Eingeschlossenen müsse unbedingt mit den größten Anstrengungen fortgeführt werden: "Die Menschen, die seit dem Erdbeben gestern um 08:00 Uhr eingeschlossen sind, haben vielleicht nicht genügend Nahrungsmittel, jede Sekunde zählt, dessen müssen wir uns alle bewusst sein."
Gemäß der Wetterbehörde ist mit weiteren Nachbeben zu rechnen. In bergigen Gegenden kann es außerdem Regenschauer geben. Der Innenminister rief alle dazu auf, sich in den nächsten Tagen nicht in bergige Gebiete zu begeben.
Da die Highway 8 noch an mehreren Abschnitten blockiert ist, wies der Innenminister darauf hin, dass im Bedarfsfall Menschen in den betroffenen Gebieten von der Luft aus versorgt werden müssten.