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Innenminister: weitere Einschätzungen der Kosten für den Wiederaufbau

  • 15-04-2024
Innenminister: weitere Einschätzungen der Kosten für den Wiederaufbau
Innenminister Lin Yu-chang berichtet vor dem Innenausschuss im Parlament über Erdbebenschäden und Wiederaufbau (Foto: CNA)

Taipei – 15.4.2024 – Die Regierung nimmt weitere Einschätzungen des benötigten Etats für den Wiederaufbau nach dem starken Erdbeben in Osttaiwan vor.

Innenminister Lin Yu-chang (林右昌) hat heute im Innenausschuss des Parlaments über Katastrophenhilfe, Wiederaufbau und Subventionen nach dem Erdbeben am 3. April in Osttaiwan berichtet. Wie der Innenminister mitteilte, hat das Kabinett dem Landkreis Hualien bereits 300 Millionen Taiwandollar (8,7 Millionen Euro) Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Parlamentsabgeordnete der Regierungs- und Oppositionsparteien äußerten Bedenken, dass die gegenwärtigen Etats nicht ausreichten und die Möglichkeit eines Sonderetats für den Wiederaufbau.

Innenminister Lin sagte, falls nach Einschätzung der entsprechenden Fonds, Spenden und des öffentlichen Haushaltes sich die Finanzierung als nicht ausreichend herausstelle, werde man einen Sonderhaushalt in Erwägung ziehen: "Für einen Teil können die bereits vorhandenen Katastrophenfonds für Soforthilfe verwendet werden. Das zweite sind die Spenden, außerdem können Anpassungen beim öffentlichen Haushalt vorgenommen werden. Falls dies alles für die Finanzierung noch nicht ausreicht, kann man für das nächsten und übernächste Jahr einen Sonderetat erwägen."

Es werden derzeit weitere Einschätzungen der Kosten für den Wiederaufbau vorgenommen, besonders für langfristige Infrastrukturprojekte wie der Verbindungsstraße durch das Zentralgebirge und den Taroko-Nationalpark.

Allein die Kosten für die Wiederherstllungsarbeiten im Taroko-Nationalparks werden auf rund eine Milliarde Taiwan-Dollar (ca. 29 Millionen Euro) geschätzt.

Am 3. April hat sich in Hualien vor der Ostküste Taiwans ein Erdbeben der Magnitude 7,2 ereignet. Durch das Beben wurden Gebäude und Infrastruktur zum Teil stark beschädigt. Das Erdbeben löste Steinschläge und Erdrutsche aus.

17 Menschen sind durch das Erdbeben ums Leben gekommen, mehr als 1000 wurden verletzt. Zwei Menschen werden noch vermisst.

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