Taipei – 22.4.2024 – Der Generalmanager des Elektrizitätsunternehmens Taiwan Power Company (Taipower), Wang Yao-ting (王耀庭), wird im Amt bleiben. Wang sagte heute auf einer Pressekonferenz, er habe beschlossen, im Amt zu bleiben, nachdem ihn der Premierminister, die Wirtschaftsministerin und der Vorstand von Taipower darum gebeten haben.
Premierminister Chen Jian-jen sagte heute (陳建仁), Wangs Entscheidung, zurückzutreten, sei vielen unbegründeten Anschuldigungen verschiedener Seiten hinsichtlich der Stromversorgung geschuldet. Er denke, Taiwans Elektrizitätsversorgung erweise sich als resilient. So hätten Mitarbeiter von Taipower nach dem Erdbeben in Hualien am 3. April unermüdlich rund um die Uhr daran gearbeitet, die Stromversorgung wiederherzustellen. Taiwans Regierung habe außerdem umfassende energiepolitische Maßnahmen ergriffen, unter anderem um die Entwicklung von erneuerbaren Energien voranzutreiben. Premierminister Chen sagte: "Andere Länder und ausländische Medien und Experten der Elektrizitätsbranche haben die Resilienz von Taiwans Energieversorgung und Fähigkeit, die Stromversorgung innerhalb so kurzer Zeit wiederherzustellen, sehr gelobt. Natürlich habe ich Generalmanager Wang auch angerufen und ihm Textnachrichten geschrieben, in der Hoffnung, dass er seine unermüdliche Arbeit für Taipower und Taiwans Elektrizitätsversorgung fortführt. Ich habe außerdem das Wirtschaftsministerium angewiesen, alles zu tun, um ihn zum Bleiben zu bewegen.“
Wang Yao-ting sagte, die Ursache der kürzlichen Stromausfälle in Taoyuan seien Probleme bei der Verteilung gewesen, nicht Strommangel oder Fehler bei der Energiepolitik. Solche Politisierung und Verdrehungen seien eine große Belastung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Taipower. Man habe ihn von Seiten der Belegschaft jedoch darauf hingewiesen, dass sein Rücktritt das Verdrehen der Fakten und die Politisierung nicht beenden, sondern die Belegschaft von Taipower nur noch mehr verunsichern würde.
Wang sagte, er werde im Amt bleiben, bis das neue Kabinett vereidigt wird. Das weitere solle danach das neue Kabinett entscheiden.
Wang hatte ursprünglich am Samstag seinen Rücktritt eingereicht.