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Experte: Freihandelsabkommen zwischen China, Japan und Südkorea würde nur begrenzte Auswirkungen auf Taiwan haben

  • 28-05-2024
Experte: Freihandelsabkommen zwischen China, Japan und Südkorea würde nur begrenzte Auswirkungen auf Taiwan haben
Foto: Reuters

Taipei – 28. Mai 2024. Der Wirtschaftsprofessor Chiou Jiunn-Rong (邱俊榮) von der Nationalen Zentraluniversität erklärte, dass ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen China, Japan und Südkorea wird nur begrenzte Auswirkungen auf Taiwan haben würde.

Professor Chiou reagierte damit auf ein trilaterales Gipfeltreffen in Seoul, Südkorea, bei dem sich Vertreter am Montag auf die Wiederaufnahme der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen China, Japan und Südkorea geeinigt habe. Es ist das erste Mal seit 2019, dass die Gespräche wieder aufgenommen werden, nachdem sie aufgrund der Pandemie und historischer Streitigkeiten zwischen den Ländern ausgesetzt worden waren.

Der chinesische Premierminister Li Qiang (李強), der japanische Premierminister Fumio Kishida und der südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol gaben nach dem Treffen eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihr Ziel, ein freies, faires, umfassendes, hochwertiges und für beide Seiten vorteilhaftes Freihandelsabkommen zu verwirklichen, erklärten.

Professor Chiou wies darauf hin, dass die drei Länder bereits Wirtschaftspartner im Rahmen der Regionalen Umfassenden Wirtschaftspartnerschaft (RCEP) seien und bereits in den Genuss von Präferenzzöllen kämen. Daher habe dieses trilaterale Freihandelsabkommen eher symbolischen Charakter als materiellen. 

Taiwan ist nicht Teil der RCEP und wurde in der gemeinsamen Erklärung nicht erwähnt. 

Chiou sagte, dass das trilaterale Freihandelsabkommen noch lange nicht fertiggestellt sei. Er wies auch auf die negativen Auswirkungen des Freihandelsabkommens zwischen China und Korea auf die südkoreanische Wirtschaft hin und merkte an, dass sich Japan und Südkorea angesichts der Bemühungen der Vereinigten Staaten, demokratische Verbündete für einen Boykott Chinas zu gewinnen, letztlich gegen engere Wirtschaftsbeziehungen mit China entscheiden könnten.

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