Taipei – 28. Mai 2024. Die 77. Weltgesundheitsversammlung (WHA), die am Montagmorgen offiziell in Genf, Schweiz, begann, hat Taiwans Antrag zur Teilnahme an der WHA abgelehnt.
Die Weltgesundheitsversammlung hielt am Nachmittag eine Plenarsitzung ab, um Taiwans Antrag zur Teilnahme zu prüfen. Letztendlich entschied der Präsident der Versammlung, den Antrag nicht auf die Tagesordnung der WHA zu setzen.
Der taiwanische Gesundheitsminister Chiu Tai-yuan (邱泰源) erklärte, er wolle so bald wie möglich einen Brief an die WHO schicken, um gegen diese Entscheidung zu protestieren.
Chiu leitet eine Delegation in Genf, die an Aktivitäten im Zusammenhang mit der WHA teilnimmt. Er und andere Mitglieder des WHO-Aktionsteams würden sich weiterhin für die Teilnahme Taiwans an der WHA einsetzen, unterstrich Chiu.
Chiu sagte, das Menschenrecht auf Gesundheit dürfe nicht an politische Bedingungen geknüpft sein, und der Ausschluss Taiwans ignoriere nicht nur das Recht der taiwanischen Bevölkerung auf Gesundheit, sondern schaffe auch Lücken in der globalen Gesundheitssicherheit und Epidemieprävention.
Obwohl Taiwans Bemühungen, der WHA in diesem Jahr beizutreten, erfolglos gewesen seien, habe sein Team bei den bilateralen Gesprächen mit Vertretern anderer Länder eine Reihe von wichtigen Durchbrüchen erzielt, so Chiu. Er wies darauf hin, dass die Häufigkeit, der Umfang und die Tiefe dieses Austauschs diejenigen früherer Reisen übertroffen haben.
Chiu wies darauf hin, dass die taiwanischen Ärzte- und Gesundheitsverbände seit langem gute Beziehungen zu anderen Berufsgruppen in der ganzen Welt unterhalten und dass die Regierung diese inländischen Organisationen weiterhin unterstützen wird, um ihren internationalen Einfluss zu vergrößern. Das WHO-Aktionsteam wird auch Informationen über die auf der WHA erörterten Themen zur weiteren Analyse nach Taiwan zurückbringen, damit es mit den globalen Konventionen im Gesundheitswesen Schritt halten kann.