Taipei, 07.06.2024. In Taipei hat heute die Internationale Konferenz zur Sicherheit der Seewege 2024 stattgefunden. An der Konferenz zu Freiheit und Sicherheit internationaler Seewege nahmen Vertreter verschiedener Staaten aus dem Indopazifik teil. Organisiert wurde die Veranstaltung von Taiwans Rat für Maritime Angelegenheiten (OAC) und der Nationalen Sun Yat-sen Universität.
Im Zentrum standen Aspekte der maritimen Sicherheit, darunter der Ausbau von Seewegen und Satellitenverbindungen und die Stärkung des Bewusstseins für maritime Sicherheit im Indo-Pazifik.
Die stellvertretende Ministerin des OAC, Wu Mei-hung (吳美紅), sagte, die Konferenz werde abgehalten, um die maritime Zusammenarbeit zwischen den Ländern im Indopazifik zu stärken und auf Chinas Grauzonentaktiken im maritimen Raum zu reagieren. Sie betonte außerdem die Bedeutung von Umweltschutz in den Meeren.
Kuo Yu-jen (郭育仁), Professor am Institut für China- und Asien-Pazifik-Studien der Sun Yat-sen Universität erklärte, dass es seit 2012 Spannungen zwischen China und mehreren Anrainerstaaten im Indischen Ozean, der Straße von Malakka, dem Südchinesischen Meer, der Taiwanstraße und dem Ostchinesischen Meer gebe. Er sagte, dass Chinas Grauzonenoperationen zugenommen hätten, nachdem es 2018 seine Küstenwache von ziviler Kontrolle unter das Kommando der Zentralen Militärkommission gestellt hatte.
Kuo sagte über die Konferenz, dass dort Satellitenüberwachung und internationale Geheimdienstkooperationen zur Reaktion auf chinesische Übergriffe und zur Stärkung der Landesverteidigung diskutiert würden.