Taipei –11. Juni 2024. Taiwans Fischereibehörde hat die Aussetzung des Fangs von Rotem Thun ab dem 12. Juni um Mitternacht angekündigt. Grund dafür ist, dass sich die diesjährige Fangmenge rasch der nationalen Quote nähert, eine Maßnahme, die eine Überfischung verhindern soll.
Da sich die Bestände an Rotem Thun, auch Blauflossen-Thunfisch genannt, erholt haben, ist auch die jährliche Fangmenge Taiwans in den letzten Jahren gestiegen. Im Jahr 2023 erreichte die Fangmenge 2.122 Tonnen und übertraf damit die nationale Quote von 1.965 Tonnen. Glücklicherweise wurde der ungenutzte Teil der Quote von 2022 übertragen, so dass eine Überfischung im letzten Jahr vermieden werden konnte.
Da die letztjährige Quote jedoch ausgeschöpft ist, werden alle Fänge, die über 1 965 Tonnen hinausgehen, von der Quote für das nächste Jahr abgezogen. Gemäß den Vorschriften müssen Fischer, die versehentlich zusätzlichen Roten Thun fangen, dies melden und den Fang zurückwerfen.
Um sicherzustellen, dass die Fischer über die Quotenausnutzung informiert sind, hat die Fischereibehörde ein Briefing über die Planungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen für das laufende Jahr durchgeführt. Außerdem wurden die Fischereiverbände der Landkreise informiert, wenn die Quoten 63 %, 75 % bzw. 80 % erreichten, was am 3., 6. bzw. 7. Juni der Fall war.
Aufgrund der sich rasch ändernden Fischereibedingungen stiegen die täglichen Fangmengen ab dem 7. Juni sprunghaft an, und die Quotenausschöpfung erreichte am 9. Juni 90 %. Dies veranlasste die Behörde, die besagte Aussetzung für Roten Thun anzukündigen; andere Thunfischarten, wie Gelbflossenthun, können jedoch weiterhin gefangen werden.