Taipei –18. Juni 2024. Chinas Präsident Xi Jinping (習近平) behauptete gegenüber der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen, dass die USA versuchten, einen Angriff auf Taiwan zu provozieren, und dass er nicht auf diesen Trick hereinfallen würde. Dies berichtete die Financial Times in einem Artikel vom 16. Juni.
Laut dem Bericht erklärte Xi gegenüber von der Leyen im April letzten Jahres seine Haltung und seine Behauptungen zu den US-Manövern und fügte hinzu, dass ein Konflikt mit den USA nicht nur die vielen Errungenschaften Chinas zerstören, sondern auch sein Ziel, die "große Verjüngung der chinesischen Nation" bis 2049 zu erreichen, zunichte machen würde.
Das taiwanische Außenministerium antwortete am Dienstag auf Medienanfragen zu diesem Thema. Der Generaldirektor für nordamerikanische Angelegenheiten, Wang Liang-Yu (王良玉), sagte, dass Taiwan seit langem mit den USA und anderen gleichgesinnten Ländern darüber diskutiert habe, wie man gemeinsam Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße aufrechterhalten könne, und betonte Taiwans Engagement für die Aufrechterhaltung des Status quo.
Als Reaktion auf Xis angebliche Kommentare wies der Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller, Xis Charakterisierung der Nation zurück. Er sagte, die USA hätten deutlich gemacht, dass sie ihre Ein-China-Politik nicht geändert hätten, und bekräftigte dies auch gegenüber chinesischen Beamten. Er betonte auch, dass die USA weiterhin auf Stabilität in der Taiwanstraße drängen.