Taipei, 26. Juni - Der parlamentarische Ausschuss für Umwelt und Soziales sowie der Ausschuss für Internationale Beziehungen und Verteidigung haben heute über die Absichtserklärung zur Anwerbung indischer Gastarbeiter durch Taiwan beraten. Die Arbeitsministerin He Pei-shan (何佩珊) versicherte, dass die erste Gruppe an indischen Arbeitsmigranten höchstens 1000 Menschen umfassen würde.
Laut der Anfang des Jahres unterzeichneten Absichtserklärung wollen Taiwan und Indien eine direkte Arbeitsvermittlung etablieren, um so kostenpflichtige Arbeitsvermittler überflüssig zu machen. Allerdings, so He, bestünden Sorgen, dass es Probleme geben könnte, dieses System umzusetzen. Der Abgeordnete der Demokratischen Fortschrittspartei Hong Shen-han (洪申翰) erinnerte daran, dass in der Vergangenheit auch eine direkte Arbeitsvermittlung für thailändische Arbeitsmigranten geplant war, zuletzt jedoch scheiterte. Er hoffe, dass das Arbeitsministerium auf Basis dieser Erfahrung sowie Fallstudien anderer Länder einen Evaluationsbericht bereitstellen könnte. He bestätigte, dass man dies innerhalb von zwei Monaten tun könnte.
In der Vergangenheit gab es bereits das Problem, dass Arbeitsmigranten in Taiwan “untertauchen” und ohne Arbeitsgenehmigung arbeiten. Ohne Zugang zu einer Krankenversicherung können sie oftmals eventuelle Kosten für ärztliche Behandlungen nicht selber decken. Die Absichtserklärung sieht daher vor, dass, falls die Arbeiter ihre Behandlungskosten nicht selber decken können, die indische Vertretung ITA die Situation zu klären habe.