Taipei, 26. Juni - Das Gesundheitsministerium veranstaltete gestern im Rahmen des Weltdrogentages eine Preisverleihung, um Einzelpersonen und Organisationen für ihre Beiträge zur Drogenbekämpfung, -prävention und -rehabilitierung zu ehren. Sowohl Präsident Lai Ching-te (賴清德) als auch Premierminister Cho Jung-tai (卓榮泰) nahmen an der Veranstaltung teil, um die Auszeichnungen zu überreichen und Reden zu halten.
In seiner Rede hob Präsident Lai den Erfolg der ersten Phase der neuen Anti-Drogen-Strategie hervor, die er als Ministerpräsident von 2017 bis 2019 geleitet hatte. Die Strategie umfasste die Koordinierung von sechs großen Überwachungssystemen, die daran arbeiten, Importe an der Grenze abzufangen und die Einrichtung eines Anti-Drogen-Büros, um Quellen aufzuspüren. Lai betonte die Bedeutung der Drogenbekämpfung zur Aufrechterhaltung der sozialen Stabilität und der nationalen Sicherheit. Er betonte, wie wichtig es sei, Drogenhersteller, Drogenhändler und Dealer ins Visier zu nehmen, und wies darauf hin, dass diese Operationen häufig mit Syndikaten der organisierten Kriminalität in Verbindung stünden.
Premierminister Cho kündigte Pläne für die dritte Phase der Anti-Drogen-Strategie an, die im Jahr 2025 mit einem Budget von 15 Milliarden NT$ (etwa 430 Millionen Euro) starten soll. Der Plan zielt darauf ab, den Drogenhandel zu minimieren und Schäden zu reduzieren. Auch müsse man auf Modeerscheinungen wie Regenbogenzigaretten angemessen reagieren, da sie eine hohe Anziehungskraft auf junge Menschen ausstrahlen.