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Vergangenheitsbewältigung: Bald keine Nationalgarde mehr in der Chiang-Kai-shek Gedächtsnishalle

  • 12-07-2024
Vergangenheitsbewältigung: Bald keine Nationalgarde mehr in der Chiang-Kai-shek Gedächtsnishalle
Der Wachdienst wird in Zukunft auf dem Demokratie-Boulevard vor der Gedenkhalle abgehalten werden, und dort mit den Zeremonien zum Hissen und Senken der Nationalflagge kombiniert werden. (Foto: CNA)

Taipei – 12. Juli 2024. Das Kulturministerium hat heute in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass die Verrichtung des zeremoniellen Wachdienstes durch die Nationalgarde in der Chiang-Kai-shek Gedächtsnishalle angepasst wird. Dies wurde in Übereinkunft mit dem Verteidigungsministerium beschlossen. Ab nächstem Montag wird die Nationalgarde aus dem Saal der Chiang-Kai-shek-Statue abgezogen. 

Das Kulturministerium betonte außerdem, dass die Transformation der Gedenkhalle weiter voranschreiten werde und die Abschaffung von Personenkult und Authoritätskult zum Ziel habe. Die Nationalgarde sei daher aufgefordert, sich wieder der Aufrechterhaltung der Sicherheit des Geländes zu widmen und die Bewachung der Bronzestatue aufzugeben. 

Gleichzeitig sei der Wachdienst ein Teil des kollektiven Gedächtnisses und auch eine Art Gewohnheit; daher würde man ihn beibehalten und lediglich an einen anderen Ort verlegen.  Der Wachdienst wird in Zukunft auf dem Demokratie-Boulevard vor der Gedenkhalle abgehalten werden, und dort mit den Zeremonien zum Hissen und Senken der Nationalflagge kombiniert werden. Diese finden jeweils um 6 Uhr morgens beziehungsweise 6 Uhr 10 abends statt. 

Die Chiang-Kai-Shek Gedächtnishalle wurde am 5. April 1980 eröffnet, fünf Jahre nach dem Tod des Diktators. Um sie in einen Ort der Gerechtigkeit zu verwandeln, findet dort die Dauerausstellung "Seele der Freiheit vs. Diktator - Der Weg zur Meinungsfreiheit in Taiwan" statt, sowie Vorträge zum Thema Menschenrechte, Führungen und eine Ausstellung der Ergebnisse des Konzeptwettbewerbs "100 Arten, die Gedächtnishalle zu denken”. Das Kulturministerium betonte, man hoffe dass die Geschichte nicht vergessen werde, sondern durch Vergangenheitsbewältigung gemeinsam in die Zukunft geblickt werde. 

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