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Kostenloses Therapieprogramm wird auf Menschen mittleren Alters ausgeweitet

  • 18-07-2024
Kostenloses Therapieprogramm wird auf Menschen mittleren Alters ausgeweitet
Seit Anfang August 2023 bietet das Ministerium für Gesundheit und Soziales für 15- bis 30-jährige drei kostenlose Therapiesitzungen an. Nun soll ein neues Programm aufgelegt werden und auf Menschen bis 40 Jahre ausgeweitet werden. (Foto: Liza Summer/Pexels)

Taipei – 18. Juli 2024. Seit Anfang August 2023 bietet das Ministerium für Gesundheit und Soziales für 15- bis 30-jährige drei kostenlose Therapiesitzungen an. Nun soll ein neues Programm aufgelegt werden und auf Menschen bis 40 Jahre ausgeweitet werden. Diese Gruppe ist häufig einer Doppelbelastung von Arbeit und Familie ausgesetzt. Neben der Minderung von Stress und Selbstmordrisiko sollen Hochrisikogruppen identifiziert werden und gegebenenfalls eine ärztliche Überweisung erhalten. Details zum neuen Programm sollen morgen, am 19. Juli auf einer Pressekonferenz verkündet werden. 

Das ursprüngliche Programm wurde als Reaktion auf die steigende Selbstmordrate unter jungen Menschen ins Leben gerufen, und hatte ursprünglich eine Laufzeit von einem Jahr, also bis Ende diesen Monats. Es hatte ein Gesamtvolumen von 130 Millionen NT$ (3,64 Millionen Euro) und umfasste Zuschüsse für 28.000 Personen, insgesamt also 85.000 Therapiesitzungen.

Der Direktor der Psychotherapeutenkammer Luó Huì-qún (羅惠群) kritisierte in einem Interview am 18. Juli, dass das ursprüngliche Programm zwar die Identifizierung von Hochrisikogruppen zum Ziel hatte, allerdings keinen Schwellenwert festgelegt hatte. Da es von allen Menschen in der vorgesehenen Altersgruppe genutzt werden konnte, hätten möglicherweise Menschen mit höherem Risiko keinen Platz bekommen. Selbst wenn Risikopatienten durch das Programm identifiziert werden, sei eine Anschlussfinanzierung für eine Therapie über die drei geförderten Sitzungen hinaus ungewiss. Darüber seien die Investitionen in psychische Gesundheit seitens des Ministeriums für Gesundheit und Soziales sehr gering im Vergleich zu den Investitionen für Krebsmedikamente und die Subventionierung neuer Medikamente. 

Gleichzeitig betonte er, dass die Ausgaben der Regierung für die Förderung von psychischer Gesundheit in den letzten 10 Jahren einen Durchbruch darstellten, und dass man diesbezüglich insgesamt optimistisch sei. 

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