Taipei – 23. Juli 2024. Zu Beginn des zweiten Tages der 40. Ausgabe der Han-Kuang-Militärübungen musste am Dienstagmorgen eine Reihe von Übungen wegen des herannahenden Taifuns Gaemi abgesagt werden.
Die ursprünglich auf dem Luftwaffenstützpunkt Hualien geplanten Übungen umfassten Starts von Kampfflugzeugen im Notfall, Luftbetankungsübungen und Landebahnkontrollen. Aufgrund des Einflusses des Taifuns wurden jedoch nur Übungen zur Überprüfung der Start- und Landebahnen durchgeführt.
Auf Medienanfragen, ob der herannahende Taifun die Militärübungen beeinträchtigen werde, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Sun Li-fang (孫立方), dass mögliche Auswirkungen des Taifuns bereits bei der Planung berücksichtigt worden seien. Die militärischen Übungen werden entsprechend den Kommandovorgaben und den bestehenden Katastrophenschutzverfahren angepasst. Zu diesem Ansatz gehören auch laufende Bewertungen, um die Durchführbarkeit von Übungseinsätzen und die Bereitschaft der Katastrophenschutzkräfte zu ermitteln.
Auf die Frage von Reportern, ob die Militärübungen wegen des Taifuns insgesamt abgesagt werden sollten, antwortete Sun, dass die Han-Kuang-Militärübungen dazu dienen, echte Truppen in Echtzeit an realen Orten einzusetzen, um die Bereitschaft in realistischen Szenarien zu maximieren, ohne dass es zu tatsächlichen Kampfhandlungen kommt. Die Grundsätze des Risikomanagements werden umgesetzt, da das Training unter realistischen Szenarien, einschließlich schlechter Wetterbedingungen, dazu beitrage, Offizieren und Soldaten vielfältige Trainingsmöglichkeiten zu bieten.