Taipei, 26. Juli - Durch die starken Regenfälle des Taifuns Gaemi haben Taiwans Stauseen insgesamt 17,65 Milliarden Tonnen Wasser erhalten. Besonders im Süden des Landes sind die Stauseen stark gefüllt worden. Sogar der Shimen-Stausee bei Taoyuan im Nordwesten Taiwans, dessen Wasserstand im April dieses Jahres unter 30 Prozent gefallen war, ist nun voll und muss Wasser ablassen, um den Pegel zu regulieren.
Weitere 6,7 Milliarden Tonnen an Regen werden in den nächsten Tagen erwartet. Die Stauseen im Süden haben dabei mit 7,6 Milliarden Tonnen den größten Zuwachs verzeichnet. Zeitweise mussten bis zu 14 Stauseen gleichzeitig Wasser ablassen, um die Pegel zu regulieren. Wang Yi-feng (王藝峰), stellvertretender Direktor der Wasserbehörde, erklärte, dass die sich die Wassersituation Taiwans stark verbessert habe und die Versorgung bis Ende des Jahres gesichert sei. Wenn die Wasserstände bis zum Ende der Regenzeit im Oktober stabil bleiben, müsse man sich auch im nächsten Trockenzeitraum keine Sorgen machen.
Darüber hinaus warnte Wang davor, dass der Taifun möglicherweise zu einer Trübung des Wassers führen könnte. Obwohl die Trinkwasserversorgung derzeit gesichert sei, könnte ein ungewöhnlicher Geschmack oder Geruch des Wassers auftreten, was auf die Zugabe von Chlor zur Desinfektion zurückzuführen sei. Er riet deshalb, das Wasser vor dem Trinken abzukochen. Sollte das Wasser jedoch gelb oder schmutzig erscheinen, sollten die Bürger die zuständigen Behörden informieren und das Wasser nicht verwenden.