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Taiwan und China erzielen Einigung über Kinmen-Vorfall mit Schnellboot

  • 30-07-2024
Taiwan und China erzielen Einigung über Kinmen-Vorfall mit Schnellboot
Foto: Küstenwache

Taipei – 30. Juli 2024. Die Behörden auf beiden Seiten der Taiwanstraße erklärten am Dienstag, man habe sich auf einen Vergleich im Zusammenhang mit der tödlichen Verfolgungsjagd zwischen einem chinesischen Schnellboot und einem Schiff der taiwanischen Küstenwache (CGA) vor Kinmen vor fünf Monaten geeinigt.

„Wir werden die Vereinbarung aktiv umsetzen“, sagte der stellvertretende CGA-Generaldirektor Hsieh Ching-Chin (謝慶欽) gegenüber Reportern nach einer einstündigen Verhandlung in Kinmen.

Hsieh sagte jedoch, die CGA sei „derzeit nicht in der Lage, Einzelheiten des Abkommens bekannt zu geben“, „aus Respekt vor den betroffenen Familien und dem Konsens, der im Abkommen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße erreicht wurde.“

Währenddess bestätigte auch Li Zhaohui (李朝暉), stellvertretender Direktor des Büros für Taiwan-, Hongkong- und Macao-Angelegenheiten, der chinesische Vertreter bei den Verhandlungen, dass eine Einigung erzielt worden sei.

Er fügte hinzu, er hoffe, dass die „relevanten Parteien in Taiwan“ die Vereinbarung einhalten und eine Lösung für die Familien finden würden.

Der Vorfall mit dem Schnellboot vor Kinmen ereignete sich am 14. Februar, als die taiwanische Küstenwache ein chinesisches Schiff verfolgte, das in verbotene Gewässer vor der Küste von Kinmen einfuhr.

Nach Angaben der Küstenwache verweigerte das unbenannte und nicht registrierte chinesische Boot mit vier Personen an Bord die Aufforderung der Küstenwanch, an Bord zu gehen und es zu inspizieren, und flüchtete später.

Während der Verfolgung in den Gewässern vor Kinmen kollidierte das Schnellboot mit einem CGA-Patrouillenboot und kenterte, wobei zwei chinesische Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.

Die beiden anderen chinesischen Staatsangehörigen, die den Vorfall überlebten, kehrten am 20. Februar nach China zurück, während die Leichen der verstorbenen Besatzung und das Schnellboot für weitere Untersuchungen in Kinmen verblieben.

Der Vorfall führte zu Spannungen um Kinmen, das weniger als 10 Kilometer vor der Küste der chinesischen Stadt Xiamen liegt.

Beamte beider Seiten hatten im Februar und März mehrere Gesprächsrunden abgehalten, konnten sich jedoch nicht über den Fall einigen, auch nicht über die Entschädigung der Familien der Verstorbenen.

Nach der Teilnahme an einer öffentlichen Gedenkfeier auf Kinmen am Dienstag entschuldigte sich der Generaldirektor der CGA, Chang Chung-lung (張忠龍), erneut für das Versäumnis, Beweise während der Vollstreckung aufzuzeichnen, und für das Leid, das die Familien der Opfer ertragen mussten.

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