Taipei, 07. August - In Taiwan haben mehrere Nichtregierungsorganisationen, darunter die “Taiwan Renewable Energy Alliance” (台灣再生能源推動聯盟) und die “Ocean Citizens Foundation” (海洋公民基金會), einen “Zivilen Klimaüberwachungsausschuss” gegründet. Diese Initiative zielt darauf ab, die nationale Klimapolitik zu überwachen und Vorschläge aus einer zivilgesellschaftlichen Perspektive zu unterbreiten, insbesondere im Vorfeld der morgen im Präsidentenpalast stattfindenden „Nationalen Ausschusses für Klimawandelstrategien“, der von Präsident Lai Ching-te (賴清德) einberufen wird. Dies betonten die Gruppen heute auf ihrer Pressekonferenz im Parlament.
Ho Tsung-hsun (何宗勳), Gründungsvorsitzender der Taiwan Association for Civil Participation und Mitglied des nationalen Klimaausschusses, betonte, dass die Bedeutung solcher Treffen auf höchster Ebene entscheidend sei, um effektive Lösungen für Klima- und Energieprobleme zu finden. Er lobte die Bemühungen von Präsident Lai, eine solche Konferenz abzuhalten, und wies darauf hin, dass jährliche NGO-Umweltkonferenzen in der Vergangenheit wichtige Vorschläge zur Klimapolitik gemacht haben, die jedoch oft an der mangelnden Kommunikation zwischen den Ministerien scheiterten.
Kao Ru-ping (高茹萍), Generalsekretärin der Taiwan Renewable Energy Alliance, und Hu Chao-an (胡昭安), Vorsitzender der Ocean Citizens Foundation, äußerten ähnliche Bedenken. Kao hob die Notwendigkeit hervor, dass energieintensive Industrien ihrer Umweltverantwortung gerecht werden, während Hu auf die Auswirkungen des Klimawandels auf die allgemeine Bevölkerung hinwies. Er betonte, dass es Aufgabe des Präsidenten sei, aus einer nationalen Sicherheitsperspektive Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Gebiete zu ergreifen, insbesondere angesichts des 15. Jahrestages des verheerenden Taifuns Morakot, der in Taiwan mindestens 673 Menschenleben gefordert hat.