Taipei – 12.8.2024 - Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat der Boxerin Lin Yu-ting (林郁婷) in einem Videotelefonat persönlich zu ihrem Sieg bei den Olympischen Spielen gratuliert.
Lin zufolge habe der Präsident zu ihr gesagt, dass sie während der Olympischen Spiele unbegründeten Angriffen ausgesetzt gewesen sei. Er sei froh, dass sie diese haltlose Kritik durch ihre hervorragende Leistung überwunden habe und dass ihre Erfolge Taiwans internationale Sichtbarkeit erhöht haben. Lin Yu-ting sagte, der Präsident habe ihr die Unterstützung der Regierung zugesichert, sollten Probleme auftreten. Er habe sich auch besorgt über ihr emotionales Wohlbefinden angesichts der jüngsten Erfahrungen geäußert und sich nach ihren Plänen nach den Olympischen Spielen und für die Zukunft erkundigt.
Die taiwanische Boxerin Lin Yu-ting (林郁婷) hat bei den Olympischen Spielen am Samstagabend Ortszeit in Paris die Goldmedaille im Federgewicht bis 57 Kilogramm gegen die Polin Julia Szeremeta 5-0 gewonnen.
Lin Yu-ting stand wie die algerische Boxerin Imane Khelif unter Druck aufgrund von Diskussionen über ihr Geschlecht. Lin und Taiwans Olympisches Komitee haben solche Behauptungen zurückgewiesen.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte die Zulassung von Lin Yu-ting und Imane Khelif verteidigt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte den umstrittenen Boxweltverband (IBA), von dem die Beschuldigungen ausgingen, im Juni vergangenen Jahres ausgeschlossen.
Lin schrieb in einer heute veröffentlichten Stellungnahme, sie werde keine rechtlichen Schritte gegen diejenigen einleiten, die während der Olympischen Spiele ihre Geschlechterberechtigung angezweifelt hätten. Sie lasse die Goldmedaille für sich selbst sprechen und sie müsse denen, die Beschuldigungen gegen sie erheben, eingeschlossen dem Boxweltverband (IBA), nichts beweisen.