Taipei – 13. August 2024. Das Außenministerium kritisierte am Dienstag die Rethorik eines Beamten einer chinesischen Denkfabrik als falsch und irreführend.
Damit reagierte das Außenministerium auf Bedenken taiwanischer Medien bezüglich eines kürzlich durchgeführten Interviews des Senders Al Jazeera mit dem Vizepräsidenten des chinesischen Zentrums für China und Globalisierung Victor Gao (高志凱) das den Titel "Ist Xi Jinpings China auf dem Weg zum Krieg?" trug.
Der Moderator Mehdi Raza Hasan von Al Jazeeras englischem Programm "Head to Head" interviewte kürzlich Gao (高志凱) über die Regierungsführung von Präsident Xi Jinping und Chinas zunehmende militärische Macht, die die Spannungen in der Region verschärft habe. Gao, der auch als ehemaliger Übersetzer des chinesischen Staatschefs Deng Xiaoping tätig war, sprach auch über die chinesische Außenpolitik, einschließlich der Pläne für eine Wiedervereinigung mit Taiwan und den möglichen Einsatz von Gewalt, um dieses Ziel zu erreichen.
Auf Nachfrage inländischer Medien wies der Sprecher des Außenministeriums, Jeff Liu (劉永健), Gaos Äußerungen als unwürdig für eine ernsthafte Widerlegung zurück. Gao wiederholte während des größten Teils des Interviews das "Ein-China-Prinzip" und die Wiedervereinigungsrhetorik, was Liu kritisierte und sagte, Gaos Behauptungen und Argumente seien falsch und irreführend.
Liu lobte Hasan für seine scharfen Fragen während des Interviews und ermutigte die taiwanischen Medien, sich die Sendung selbst anzusehen.
Taiwan hat das "Ein-China-Prinzip" und den Anspruch auf Wiedervereinigung stets bestritten und behauptet, dass Taiwan nie unter chinesischer Herrschaft gestanden habe.