Taipei – 16. August 2024. Am heutigen Freitag wurde der Kindergärtner Mao Jun-shen (毛畯坤) in erster Instanz vom Landgericht Taipei zu 28 Jahren Haft verurteilt. Er wird beschuldigt, sechs Mädchen in dem von seiner Mutter geführten privaten Kindergarten in der Stadt Taipei sexuell missbraucht zu haben. Es besteht die Möglichkeit zur Berufung.
Im Jahr 2022 hatte eines der Opfer seinen Eltern gegenüber davon berichtet, von dem Erzieher im Genitalbereich berührt worden zu sein. Bei den darauffolgenden Untersuchungen wurde Überwachungsmaterial sichergestellt und untersucht. Im Zeitraum von 2021 bis 2023 hatte der Erzieher im Klassenraum und im Wartebereich insgesamt 6 Mädchen sexuell missbraucht. Mao hatte seinen Opfern befohlen, niemandem von den Vorfällen zu erzählen.
Die Staatsanwaltschaft Taipei klagte Mao im August letzten Jahres der Vergewaltigung und sexuellen Belästigung an. Sie forderte das Gericht auf, die Tatsache zu berücksichtigen, dass Mao seine Pflichten als Erzieher in einer privaten Einrichtung nicht erfüllt hatte und stattdessen seine Arbeit ausgenutzt hatte, um sexuelle Übergriffe zu begehen. Mao befindet sich nun in Haft ohne Besuchsrechte.
Die Staatsanschaft hat seit der Anklage Beschwerden von Eltern von 20 weiteren Mädchen erhalten, wodurch Mao im Verdacht steht, auch Videoaufnahmen von Übergriffen angefertigt zu haben. Die Ermittlungen zu diesen Vorwürfen laufen weiter.