Taipei, 21. August - Taiwans Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat auf dem diesjährigen "Ketagalan-Forum" betont, dass China nicht nur Taiwan, sondern auch andere Länder durch seine autoritäre Expansion und wirtschaftlichen Druck bedroht. Das vom Außenministerium und der Vision Foundation gemeinsam organisierte „Ketagalan-Forum: Indopazifischer Sicherheitsdialog 2024“ fand heute im Grand Hyatt Hotel in Taipei statt.
Lai rief in seiner Eröffnungsrede die demokratischen Nationen dazu auf, sich zu vereinen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um dieser Bedrohung entgegenzuwirken. China betreibe eine hybride Kriegsführung, die Cyberangriffe und Desinformationskampagnen umfasst, um andere Länder zu destabilisieren und deren Wahlen zu beeinflussen. Dies stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Stabilität in der Region und weltweit dar.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, habe Taiwan einen Aktionsplan namens “Vier Säulen des Friedens” entworfen, der eine Stärkung der Landesverteidigung, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, Allianzen mit anderen demokratischen Ländern und einen freundschaftlichen Austausch mit China unter der Bedingung von Gleichheit und Würde umfasse. In Bezug auf die Wirtschaft sagte Lai, Taiwan habe seine Abhängigkeit von China deutlich reduziert, wobei Taiwans Investitionen in China von 83,8 % im Jahr 2010 auf 11,4 % im letzten Jahr – ein Rekordtief – gesunken seien. Laut Lai sucht Taiwan nach neuen Möglichkeiten für Handelsabkommen und der Möglichkeit, dem Umfassenden und Fortschrittlichen Abkommen für eine Transpazifische Partnerschaft (CPTPP) beizutreten.