Die zweite Kammer des Parlaments der Niederlande hat einen Beschluss verabschiedet, in dem die niederländische Regierung aufgefordert wird, Taiwan bei der Partizipation an den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen zu unterstützen und in der EU Unterstützung dafür zu erlangen.
Auch heißt es in dem Beschluss, die UN-Resolution 2758, mit der die Vertretung Chinas in der UN von der Republik China auf die Volksrepublik überging, würde nicht besagen, dass die Volksrepublik China Hoheitsrechte über Taiwan habe.
Der Antrag wurde von Jan Paternotte eingebracht, niederländischer Co-Vorsitzender der "Interparlamentarischen Allianz zu China (IPAC)". Die IPAC ist eine internationale, parteiübergreifende Vereinigung, in der 240 Parlamentarier aus 27 Legislaturen Mitglied sind. Ihr Ziel ist es, in den Bereichen globaler Handel, Sicherheit und Menschenrechte auf koordinierte Weise mit China umzugehen.
Taiwans Co-Vorsitzende der IPAC, Fan Yun, (范雲) sagte, die Niederlande seien nach Australien der zweite Staat, der einen solchen Beschluss verabschiedet hat. Die Beschlüsse Australiens und der Niederlande basierten auf einer Initiative des IPAC. Die Initiative besagt, China missinterpretiere die UN-Resolution 2758 und das internationale Recht betreffend den Status von Taiwan und sieht vor, dass Mitglieder des IPAC entsprechende Anträge in die Parlamente ihrer Staaten einbringen.