Taipei – 17. September 2024. Richard Fadden, ehemaliger Direktor des kanadischen Geheimdienstes, drängte am Montag (16. Sept.) während eines Mittagessens, das vom stellvertretenden Außenminister Remus Chen (陳立國) ausgerichtet wurde, auf eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Kanada.
Fadden sagte, Taiwan und Kanada seien beide mittelgroße Länder mit gemeinsamen Interessen in der indo-pazifischen Region, berichtete Taiwans Außenministerium. Er hoffte auf eine erweiterte Zusammenarbeit in Bereichen, die zu beiderseitigem Wohlstand führen und die Beziehungen zwischen Taiwan und Kanada weiter ausbauen. Er werde die kanadische Regierung über die bei diesem Besuch gewonnenen Erkenntnisse informieren.
Chen sagte, Taiwan schätze die Entscheidung Kanadas, im Juli ein Militärschiff durch die Taiwanstraße zu schicken. Dies sei die vierte Passage seit der Veröffentlichung der „Indo-Pazifik-Strategie“ im Jahr 2022 und zeige Kanadas festes Engagement für die Aufrechterhaltung einer freien und offenen indopazifischen Region, so Chen.
Der stellvertretende Minister wies auch auf die Bemühungen Kanadas hin, die Zusammenarbeit mit Taiwan in den Bereichen Handel, Gesundheitswesen und Technologie zu verstärken. Während des Mittagessens erörterten beide Seiten auch Taiwans Verteidigungsreformen und die Stärkung der diplomatischen Beziehungen.
Zu Faddens Delegation gehören 11 ehemalige kanadische Beamte für nationale Sicherheit und Wissenschaftler aus Think Tanks. Auf ihrem Reiseplan stehen unter anderem Besuche im Nationalen Sicherheitsrat Taiwans und im Verteidigungsministerium.
Am Montag traf die Gruppe mit Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim (蕭美琴) zusammen, die feststellte, dass die Aufrechterhaltung der regionalen Stabilität für den weltweiten Wohlstand von entscheidender Bedeutung ist und den gemeinsamen Interessen von Taiwan und Kanada dient.
Sie äußerte ihre Erwartung, die Ansichten der Delegation über die aktuelle geopolitische Lage zu erfahren und potenzielle Möglichkeiten für eine bilaterale Zusammenarbeit zu erkunden.