Taipei, 18. September - Heute haben mehrere Abgeordnete der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) in Taiwan, darunter Qiu Yi-ying (邱議瑩), Lin Chu-yin (林楚茵), Su Chiao-hui (蘇巧慧) und Puma Shen (沈伯洋), eine Pressekonferenz abgehalten. Sie kündigten an, einen Antrag zu unterstützen, der sich gegen Chinas Interpretation der UN-Resolution 2758 richtet. Die 1971 verabschiedete UN-Resolution 2758 erwähnt die Republik China (Taiwan) nicht explizit und sollte nicht dazu verwendet werden, Taiwans Teilnahme an internationalen Organisationen zu blockieren, behaupten viele Taiwaner. Qiu forderte alle politischen Parteien in Taiwan auf, ihre Differenzen beizulegen und den Antrag zu unterstützen, und betonte, wie wichtig es sei, Taiwans Einheit auf der internationalen Bühne zu demonstrieren.
In der neuen Legislaturperiode des Parlaments wird die Diskussion über die UN-Resolution 2758 ein zentrales Thema sein. Su betonte, dass die "Interparlamentarische Allianz zur China-Politik" (IPAC) bestehend aus Parlamentariern aus mehr als 30 Ländern und dem Europäischen Parlament im Juli ein Musterbeschluss zu dieser Resolution verabschiedet habe. Im August verabschiedete der australische Senat einen Antrag nach dem Vorbild des IPAC, und das niederländische Parlament verabschiedete einen ähnlichen Antrag. Su hofft, dass der Antrag in Taiwan als Vorbild dient, um Taiwans internationalen Raum zu erweitern.
Lin äußerte Bedauern darüber, dass die Kuomintang-Fraktion (KMT) befürchte, der Antrag könnte Spannungen in der Taiwanstraße verschärfen. Sie forderte die KMT auf, sich dem Antrag anzuschließen, da dies dazu beitragen könne, ihr pro-chinesisches Image loszuwerden, und forderte die Taiwanische Volkspartei TPP auf, dasselbe zum Wohle Taiwans zu tun.