MAC ist unzufrieden mit Chinas mangelnder Kommunikation über vermissten taiwanischen Studenten
Taipei – 24. September 2024. In einem Interview am Dienstag äußerte der Vorsitzende des Kommission für Festlandangelegenheiten (MAC), Chiu Chui-cheng (邱垂正), seine Unzufriedenheit über Chinas mangelnder Kommunikation über einen vermissten taiwanischen Studenten.
Der 22-jährige taiwanische Student Kuo Yu-hsuan (郭宇軒) wird seit seiner Ankunft in China am 27. August vermisst, wo er eine Woche lang unterwegs war. Er hatte vor, nach Hefei zu reisen, und meldete sich zuletzt bei seiner Familie, um ihr mitzuteilen, dass er sicher in Shanghai gelandet sei. Am Montag gab das chinesische Büro für Taiwan-Angelegenheiten bekannt, dass Kuo des Betrugs verdächtigt werde und nun Ermittlungen eingeleitet würden.
Chiu kritisierte, dass Kuo sich bereits einen Monat in Shanghai aufgehalten habe, bevor China Informationen über seine Festnahme veröffentlichte. Er sagte, dass die oberste Priorität derzeit darin bestehe, weitere Details von der chinesischen Seite zu erhalten und festzustellen, ob Kuo tatsächlich in kriminelle Aktivitäten verwickelt sei.
Kuos Verhaftung folgt auf einen Vorfall, in den ein leitender Angestellter der Formosa Plastics Group verwickelt war. Dieser war bei seiner Ankunft in Shanghai Anfang des Monats verhört worden, worauf ihm die chinesischen Behörden die Ausreise untersagten. Die Kommission für Festlandangelegenheiten hat taiwanische Bürger vor nicht unbedingt notwendigen Reisen nach China gewarnt, seit die KPCh im Juni rechtliche Leitlinien zur Bestrafung taiwanischer „Unabhängigkeitsverfechter“ veröffentlicht hat.