Taipei – 26. September 2024. Nach einem tödlichen Busunfall in der taiwanischen Stadt Taichung ist in Taiwan die Debatte um Verkehrssicherheit neu entbrannt. Bei dem Unfall am Sonntag starb eine junge Fußgängerin, eine weitere wurde verletzt.
Der taiwanische Verkehrsminister Chen Shih-kai (陳世凱) sagte heute vor dem Verkehrsausschusses des Parlamentes, das Ziel des Verkehrsministeriums sei es, in diesem Jahr die Zahl der getöteten Fußgänger um 7% zu reduzieren. Bis 2030 wird eine Reduktion um 50% angestrebt. Dabei will das Ministerium mit einer Kampagne besonders ältere Menschen ansprechen, die häufiger verletzt und getötet werden. Im Gegensatz zur bisherigen Konzentration auf Internet- und Handywerbung will das Ministerium den Anteil der Fernseh- und Papierwerbung erhöhen.
Laut dem Bericht des Direktors der Straßensicherheitsbehörde Huang Yun-kuei (黃運貴) sind in Taiwan von Januar bis Juni dieses Jahres insgesamt 183 Fußgänger im Straßenverkehr gestorben, zehn mehr als im gleichen Zeitraum im letzten Jahr.
Das Verkehrsministerium und das Innenministerium wollen über vier Jahre hinweg 40 Milliarden NTD (etwa 1,1 Milliarden Euro) investieren, um die Verkehrssicherheit für Fußgänger nachhaltig zu erhöhen. Dabei sollen insgesamt 799 gefährliche Straßenkreuzungen verbessert werden. Die Arbeiten an den ersten 400 Stellen sollen Ende September abgeschlossen sein, der Rest bis zum Ende dieses Jahres.
Statistiken zur Verkehrssicherheit in Taiwan sind auf der Website https://roadsafety.tw/ einsehbar.