Taipei, 02. Oktober - Taifun Krathon, der sich langsam über den Gewässern südwestlich von Kaohsiung bewegt, hat bereits deutliche Regenfälle in den südöstlichen und südlichen Regionen Taiwans gebracht. Laut dem zentralen Katastrophenschutz-Zentrum hat der Taifun bisher einen Todesfall, zwei Vermisste und 70 Verletzte verursacht. Zudem kam es zu Stromausfällen in 3494 Haushalten, und die Deiche in Pingtung Fangliao und Penghu Wang'an wurden beschädigt.
Das nur sehr langsame Fortschreiten des Taifuns hat den erwarteten Landgang auf den frühen Morgen des 3. Oktober verschoben. Diese Verzögerung führt zu anhaltenden Regenfällen, wobei in Taitung bereits über 1000 Millimeter Niederschlag gemessen wurden. Das zentrale Wetterbüro hat die Regenprognosen für die östlichen, mittleren und südwestlichen Regionen angehoben. Das Landwirtschaftsministerium hat für 22 Flüsse in den Landkreisen Taitung und Pingtung rote Warnungen vor Erdrutschen herausgegeben, während 458 Flüsse in den Regionen Hualien, Taitung, Pingtung und Kaohsiung unter gelber Warnung stehen.
Bis zum Nachmittag des 2. Oktobers wurden ein Todesfall und zwei Vermisste gemeldet. Ein 70-jähriger Mann in Hualien stürzte bei der Baumpflege und erlag seinen Verletzungen. In Yunlin wird vermutet, dass eine Person ins Meer gefallen ist; die Suchaktionen mussten wegen der hohen Wellen eingestellt werden. In Hualien wurde eine Person von der Shuiyuan-Brücke gespült, Rettungsteams suchen mit Fahrzeugen, Booten und Drohnen.
Der Taifun führte auch zu Stromausfällen und beschädigte Kommunikationsinfrastrukturen, während Überflutungen in Tainan, Kaohsiung und Pingtung mittlerweile zurückgegangen sind. Die Behörden arbeiten an der Wiederherstellung der Stromversorgung und der Reparatur von Mobilfunkstationen. Zudem gibt es Berichte über Hamsterkäufe in Supermärkten. Das Wirtschaftsministerium hat das Landwirtschaftsministerium angewiesen, die Versorgung mit frischen Lebensmitteln zu sichern.
In Pingtung wurde ein Deich auf einer Länge von 30 Metern beschädigt. Erste Reparaturmaßnahmen wurden eingeleitet, um die Küste zu schützen. In Penghu wurde ebenfalls ein Deich beschädigt, aber es besteht derzeit keine Gefahr für die Bewohner.