Taipei, 02. Oktober - Taiwans Außenminister Lin Chia-long (林佳龍) äußerte heute, am 2. Oktober, dass eine Mitgliedschaft Taiwans im Umfassenden und Fortschrittlichen Abkommen für Transpazifische Partnerschaft (CPTPP) die wirtschaftlichen und handelspolitischen Einflüsse des Bündnisses erweitern könnte. Taiwan hat bereits Anpassungen seiner Gesetze vorgenommen, um den hohen Standards des CPTPP gerecht zu werden und seine Handelsverpflichtungen zu erfüllen. Lin betonte die Hoffnung, dass die Mitgliedsstaaten politische Überlegungen außer Acht lassen und Taiwans Antrag fair und objektiv prüfen.
Im Rahmen eines internationalen Seminars zum Thema "Förderung der Widerstandsfähigkeit von Lieferketten: CPTPP-Strategien", das heute vom Taiwan Institute of Economic Research veranstaltet wurde, sprach Lin über die Bedeutung des Abkommens für Taiwan. Als exportorientiertes Land sei der Zugang zu stabilen internationalen Märkten für Taiwans Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Präsident Lai Ching-te (賴清德) hatte bereits in seiner Amtsantrittsrede im Mai betont, dass die Teilnahme an regionalen wirtschaftlichen Integrationsaktivitäten eine Priorität der Regierung sei.
Lin unterstrich, dass Taiwan durch seine starke Position in den Bereichen Halbleiterforschung, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Systemintegration und Fertigung eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Wirtschaft im asiatisch-pazifischen Raum und der Stabilität der globalen Lieferketten spielt. Die Mitgliedschaft im CPTPP würde es Taiwan ermöglichen, seinen Einfluss weiter auszubauen und substantielle Beiträge zum globalen Handelssystem zu leisten.
Das CPTPP, einer der größten Handelsblöcke der Welt, ist ein Handelsabkommen zwischen 11 Ländern und erfordert die einstimmige Zustimmung aller Mitgliedsländer, um neue Mitglieder aufzunehmen. Taiwan hat sich am 22. September 2021 offiziell um die Aufnahme in das Handelsabkommen CPTPP beworben, nur eine Woche nach Chinas Antrag um eine Aufnahme.