Taipei – 17. Oktober 2024. Die taiwanische Arbeitsministerin Ho Pei-shan (何佩珊) hat heute im Sozial- und Gesundheitsausschusses des Parlamentes gesagt, dass ein Monatseinkommen von 31 000 NTD (888€) oder weniger der OECD-Definition entsprechend als Niedriglohnarbeit gilt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung definiert Niedriglohnarbeit als weniger als ⅔ des Medianeinkommens.
Der Regierungsausschuss für wirtschaftliche Entwicklung hat am heutigen Donnerstag zum zweiten Mal getagt. Bei der ersten Sitzung wurde darüber gesprochen, dass zur Verbesserung des niedrigen Lohnniveaus in Taiwan zunächst Niedriglohnarbeit definiert werden müsse.
Bei der Befragung durch Abgeordnete im Sozial- und Gesundheitsausschusses des Parlamentes antwortete die Arbeitsministerin Ho Pei-shan auf eine Frage der Abgeordneten Lin Shu-fen (林淑芬) (DPP). Ho Pei-shan sagte, bei der Definition von Niedriglohnarbeit orientiere man sich an der OECD Definition von ⅔ des Median-Einkommens. Das derzeitige Medianeinkommen würden 46 000 NTD (1381€) betragen, ⅔ entsprechen daher 31 000 NTD. Das liegt knapp über dem taiwanischen Mindestlohn von 28 590 NTD (819€).
Lin Shu-fen wies darauf hin, dass Gehälter in Stellenausschreibungen der Arbeitsentwicklungsgentur des Arbeitsministeriums bei 29 261 NTD anfangen, bis höchstens 32 000 NTD; die Regierung würde den Niedriglohnsektor anführen. Darauf antwortete Ho Pei-shan, dass man im nächsten Jahr die Gehälter dieser Stellen alle auf 32 000 NTD erhöhen würde. Das sei bereits festgelegt, sie hoffe auf die Unterstützung des Ausschusses.