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China führt Übung mit scharfer Munition vor der Insel Niushan durch

  • 22-10-2024
China führt Übung mit scharfer Munition vor der Insel Niushan durch
China hat am Dienstag von seinem Taiwan am nächsten gelegenen Territorium aus ein Manöver mit scharfer Munition abgehalten.

Taipei – 22. Oktober 2024. China hat am Dienstag eine Woche nach einem groß angelegten Militärmanöver um Taiwan herum von seinem Taiwan am nächsten gelegenen Territorium aus ein Manöver mit scharfer Munition abgehalten.

Wie das taiwanische Verteidigungsministerium bestätigte, seien die Übungen auf und um die Insel Niushan Teil des Routinetrainings der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Die Insel Niushan gehört zur Provinz Fujian und liegt unmittelbar südlich der taiwanischen Matsu-Inseln. 

Premierminister Cho Jung-tai (卓榮泰) sagte, diese Manöver untergraben den Frieden und die Stabilität in der Region und dürften weder so häufig noch so nahe an Taiwan stattfinden. Cho betonte, Taiwans Militär sei voll und ganz darauf vorbereitet, die nationale Souveränität und die Sicherheit des Volkes zu schützen.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Sun Li-fang (孫立方), sagte, dass Live-Feuerübungen zwar typisch für die jährlichen Trainingsaktivitäten der PLA seien, dass die Übungen aber möglicherweise als Teil eines „Abschreckungseffekts“ gedacht seien. Er sagte, das Ministerium werde die Aktivitäten Chinas in und um die Straße von Taiwan weiterhin genau beobachten. 

Auch die Gesetzgeber beider Seiten äußerten ihre Besorgnis. Der stellvertretende Vorsitzende des DPP-Legislativausschusses, Hung Sun-han (洪申翰), sagte, er glaube, dass China versuche, militärische Übungen und Eingriffe zu normalisieren. Der DPP-Parlamentarier Wang Ting-yu (王定宇) merkte an, dass es sich bei dieser Übung zwar um eine Routineübung handeln sollte, ihr Debüt kurz nach der Übung Joint Sword - 2024B jedoch zeitlich so abgestimmt zu sein scheint, dass sie einen Vorteil daraus zieht.

Der KMT Parlamentarier Hung Mong-kai (洪孟楷) fügte hinzu, dass diese Übungen und ihre zunehmende Nähe zu Taiwan den Beziehungen zwischen beiden Seiten nicht förderlich seien und nur den Unmut der taiwanischen Bevölkerung hervorrufen würden. Der KMT-Parlamentarier Lai Shyh-bao (賴士葆) forderte die Lai-Regierung auf, Gegenmaßnahmen zu diesen anhaltenden Drohungen Chinas vorzuschlagen.

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