Taipei, 23. Oktober - Der Vatikan hat gestern bekannt gegeben, dass das Abkommen mit China über die Ernennung von Bischöfen um vier Jahre verlängert wird. Das taiwanische Außenministerium äußerte heute die Hoffnung, dass dieses Abkommen zur Verbesserung der religiösen Verfolgung in China beitragen könnte. Viele Bischöfe und Geistliche der chinesischen Untergrundkirchen werden gezwungen, der von der Kommunistischen Partei kontrollierten Patriotischen Vereinigung beizutreten.
Das Außenministerium betonte, dass trotz der Bemühungen des Vatikans, die Ernennung von Bischöfen zu regeln, die Verletzung der Religionsfreiheit und der Menschenrechte in China weiterhin ein ernstes Problem darstelle. Taiwan wird die Entwicklungen genau beobachten und die Zusammenarbeit mit dem Vatikan im Bereich der humanitären Hilfe fortsetzen, um die Religionsfreiheit zu verteidigen und die langjährige Freundschaft zwischen Taiwan und dem Stadtstaat zu stärken.
Das ursprüngliche Abkommen wurde erstmals im September 2018 unterzeichnet und seitdem zweimal verlängert. Die bisherige Laufzeit von zwei Jahren wurde als zu kurz und instabil angesehen, weshalb die Verlängerung nun auf vier Jahre festgelegt wurde.