Taipei – 24. Oktober 2024. Medienberichten zufolge wurden in Geräten des chinesischen Unternehmens Huawei Chips des taiwanischen Halbleiterunternehmens TSMC entdeckt.
Laut einem bisher unveröffentlichten Bericht der auf die Halbleiterindustrie spezialisierten Platform TechInsights, habe man beim Auseinandernehmen des Huawei-Prozessors Ascend 910B von TSMC produzierte Teile entdeckt. Aufgrund US-Amerikanischer Handelssanktionen gegen Huawei kann TSMC ohne US-Regierungslizenz nicht an das chinesische Unternehmen liefern.
Am 23. Oktober sagte TSMC, man habe seit Mitte September 2020 nicht mehr an Huawei geliefert. Man habe sich zur Aufklärung des Vorfalls bereits an das amerikanische Handelsministerium gewendet. Derzeit wisse man nicht von irgendwelchen laufenden Untersuchungen gegen TSMC.
Bloomberg berichtete am gestrigen Mittwoch unter Berufung auf Insiderinformationen, dass TSMC im Oktober entdeckt habe, dass die für einen spezifischen Kunden gefertigten Chips in die Hände von Huawei gelangt waren, was einen potenziellen Verstoß gegen US-Sanktionen darstellen könnte. Mitte Oktober habe TSMC die Lieferungen an den nicht weiter benannten Kunden gestoppt.
Die taiwanische Regierungssprecherin Li Hui-chih (李慧芝) sagte am heutigen Donnerstag dazu, das Wirtschaftsministerium wisse von den einschlägigen internationalen Ausfuhrkontrollen. Man arbeite mit der internationalen Gemeinschaft zusammen, um die Sicherheit und Resilienz der internationalen Lieferkette zu gewährleisten.