Taipei – 4.11.2024 – Der zweite taiwanische Freiwillige ist im Kampf für die Ukraine ums Leben gekommen. Dies hat Taiwans Außenministerium gestern bestätigt.
Der 44-jährige ehemalige Angehörige der Spezialeinheit der Streitkräfte Wu Chung-ta (吳忠達) sei nach ersten Erkenntnissen im Osten der Ukraine bei Artilleriefeuer ums Leben gekommen. Das Außenministerium unterstützt die Angehörigen bei der Regelung ensprechender Anglegenheiten.
Der Abgeordnete der Regierungspartei DPP, Puma Shen (沈伯洋), sagte heute zu Medien, die sterblichen Überreste des Gefallenen befänden sich noch im Kampfgebiet und die offizielle Todesursache müsse nach Bergung des Leichnams noch bestätigt werden. Shen sagte weiter, derzeit kämpften etwa fünf bis sechs taiwanische Freiwillige an vorderster Front für die Ukraine.
Der DPP-Abgeordnete Wang Ting-yu (王定宇) sagte: "Ich glaube, dass diejenigen, die in die Ukraine gehen, um die Ukraine zu unterstützen, verstehen, wenn wir heute den schwächeren und kleineren Ländern nicht helfen, wie können wir dann internationale Hilfe erwarten, wenn Taiwan in Zukunft bedroht wird? Dies ist ein Ausdruck des Sinns für Gerechtigkeit und gemeinsame universelle Werte.“
Viele autoritäre Staaten hätten keine Angst davor, internationale Normen zu brechen. Daher sollte man Aggressionen und Bedrohungen nicht einfach ignorieren, sondern sie ernst nehmen.
Wang sagte, die Regierung ermutige ihre Bürger derzeit nicht, an vorderster Front im Russland-Ukraine-Krieg zu kämpfen, leiste jedoch maximalen Beistand, sollten Freiwillige dabei in Schwierigkeiten geraten oder ihr Leben verlieren.