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Verbotener Zusatzstoff Sudanrot in Currypulver aus Indien entdeckt

  • 06-11-2024
 Verbotener Zusatzstoff Sudanrot in Currypulver aus Indien entdeckt
In Taiwan wurde in Currypulver der Firma Jisheng der verbotene Sudanrot-Farbstoff entdeckt. Die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde gab heute bekannt, dass das Problem auf importiertes Kurkumapulver aus Indien zurückzuführen sei. (CNA)

Taipei, 06. November - In Taiwan wurde in Currypulver der Firma Jisheng der verbotene Sudanrot-Farbstoff entdeckt. Die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde gab heute bekannt, dass das Problem auf importiertes Kurkumapulver aus Indien zurückzuführen sei. Dieses enthält den verbotenen Farbstoff Sudanrot 1. Die Behörde hat daraufhin den Import von diesem Hersteller gestoppt und führt seit dem 5. November eine flächendeckende Chargenprüfung für alle Kurkuma-Importe aus Indien durch. Diese Maßnahme soll ein Jahr lang gelten.

Die Entdeckung erfolgte bei einer Routinekontrolle durch die Stadtverwaltung von Neu-Taipei. Daraufhin wurden in mehreren Städten die betroffenen Produkte aus dem Handel genommen und der Einsatz von Currypulver in Schulkantinen verboten. Bei einer Pressekonferenz erklärte der stellvertretende Direktor der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde, Lin Chin-fu (林金富), dass die Kontrollen nach dem Sudanrot-Skandal Anfang des Jahres verschärft wurden. Die betroffene Charge wurde bereits 2023 importiert, also vor der Einführung der strengeren Kontrollen.

Die Behörde hat bisher 5.253 Packungen des betroffenen Currypulvers zurückgerufen, von denen etwa 40 Prozent bereits eingesammelt wurden. Insgesamt sind 22 Importeure von indischem Kurkuma betroffen, die nun überprüft werden. Lin Chin-fu betonte, dass Sudanrot als verbotener Zusatzstoff gilt und Verstöße mit bis zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 80 Millionen Taiwan-Dollar geahndet werden können. Der Fall wurde bereits an die Staatsanwaltschaft übergeben.

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