Trotz der Wahl von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten bleibt die Zusammenarbeit zwischen Taiwan und den USA in der Halbleiterindustrie unverändert. Dies erklärte Cliff Hou (侯永清), Vorsitzender der Taiwan Semiconductor Industry Association (TSIA), am 8. November. Taiwan und die USA hätten über Jahrzehnte hinweg eine enge Partnerschaft aufgebaut, die auch während mehrerer politischer Wechsel in den USA stabil blieb, so Hou.
Er betonte, dass auch unter einer neuen republikanischen Regierung unter Trump die Kooperation in der Halbleiterindustrie weitergeführt werde. Trump hatte in der Vergangenheit Taiwan vorgeworfen, den US-Halbleitermarkt „zu stehlen“, und angedeutet, dass Taiwan keine US-Hilfen für den Aufbau von Chip-Fabriken erhalten sollte. Trotz dieser Bedenken erwartet die TSIA, dass die bereits ausgehandelten Subventionsvereinbarungen zwischen TSMC und der US-Regierung nicht aufgehoben werden.
Im Zuge der zunehmenden Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz und der weltweiten Wirtschaftserholung wird für 2024 ein Wachstum der taiwanischen Halbleiterindustrie von 22 % auf 5,3 Billionen NTD (165 Milliarden USD) prognostiziert. Taiwan bleibt führend in der Halbleiterproduktion sowie im Bereich der IC-Verpackung und -Testung und wird voraussichtlich auch im IC-Design die zweitgrößte Position weltweit einnehmen.
Hou forderte die taiwanische Halbleiterindustrie auf, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ihre Position im globalen Markt weiter auszubauen, auch durch Innovationen und Effizienzsteigerungen in der Forschung und Entwicklung.