Taipei – 14. November 2024. Der Präsident der taiwanischen Zentralbank Yang Chin-Long (楊金龍) hat sich heute vor dem Finanzausschuss des Parlamentes zu den US-Taiwanischen Handelsbeziehungen geäußert.
Nach der Wahl des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump bestehen Sorgen, dass seine “America first” Politik negative Auswirkungen auf Taiwan haben könnte. Der taiwanische Handelsüberschuss mit den USA beträgt mehr als 50 Milliarden USD.
Yang Chin-Long wies jedoch darauf hin, dass die USA auf strategische Lieferungen aus Taiwan angewiesen seien. Es sei daher unwahrscheinlich, dass sie Sanktionen gegen Taiwan verhängen würden.
Er sagte: “Unsere Chips, unsere Informatikprodukte sind sehr besonders, es sind strategische Produkte. Das bedeutet, wenn wir den Handel zwischen den USA und Taiwan betrachten, ist es eine Kooperation von der beide Seiten profitieren. Das ist sehr gut, denn in der Tat, sie designen und wir produzieren, und wir produzieren sehr fortschrittlich. Die USA brauchen unsere Produkte.”
Yang Chin-Long sagte, die beiden US-Amerikanischen Parteien hätten die gleiche Haltung gegenüber China, auch wenn es in ihrer Taiwanpolitik kleine Unterschiede gibt. Von Trump geforderten Schutzgeldzahlungen oder Gespräche über Sanktionen, seinen wohl nur eine Strategie. Yang glaubt auch, dass Taiwan vom Handelskrieg zwischen den USA und China während Trumps erster Amtszeit profitiert hat. Ob Taiwan dies auch in der zweiten Amtszeit tun würde, könne er aber nicht mit Sicherheit sagen. Die Zentralbank werde jedoch in ihren Reaktionen in der Geldpolitik, dem Wechselkurs und dem Außenhandel vorsichtiger sein.