Taipei – 15. November 2024. Die dänische Parlamentsabgeordnete und ehemalige Parlamentspräsidentin Pia Kjærsgaard ist mit ihrer Delegation in Taiwan eingetroffen. Es ist das bereits das neunte Mal, dass sie die Insel besucht. Ihr erster Besuch fand in 1987 statt, dem Jahr, in dem Taiwan das Kriegsrecht aufhob.
Präsident Lai Ching-te begrüßte die Delegation und würdigte Kjærsgaards langjährige Unterstützung für Taiwan im dänischen Parlament.
Lai betonte, dass die internationale Lage sich stark verändert habe und autoritäre Staaten das regelbasierte internationale System zunehmend bedrohten. Die Sicherheit in Europa und im Indopazifik sei untrennbar miteinander verbunden, und Taiwan trage als verantwortungsbewusstes Mitglied der internationalen Gemeinschaft zur Stabilität der Region bei. Er erinnerte an seine Rede beim Demokratiegipfel in Kopenhagen und an Taiwans Engagement für Frieden, Demokratie und Stabilität.
Weiterhin lobte Lai die engen Beziehungen zwischen Taiwan und Dänemark, insbesondere im Bereich der grünen Energie. Dänemark sei ein führendes Land in der Offshore-Windkraft, und Taiwans Interesse an nachhaltigen Energien habe zu steigenden dänischen Investitionen geführt. Lai hofft auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit in den Bereichen grüne Energie, Klimaneutralität und Handel, um gemeinsam zur globalen Stabilität beizutragen.
Kjærsgaard betonte in ihrer Rede, wie wichtig ihr die dänisch-taiwanischen Beziehungen sind, da beide Länder demokratische Werte teilen. Sie äußerte Verständnis für Taiwans Bedrohung durch China und hofft, dass die USA Taiwan weiterhin unterstützen werden. Sie versprach, dass Dänemark ein verlässlicher Partner für Taiwan bleibt, und kündigte ihren Wunsch an, Taiwan ein zehntes Mal zu besuchen, um die Freundschaft der beiden Länder zu feiern.