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Uber Eats plant Übernahme von foodpanda in Taiwan

  • 15-11-2024
Uber Eats plant Übernahme von foodpanda in Taiwan
Nach Einschätzungen der FTC würde die Fusion den gemeinsamen Marktanteil der beiden Plattformen auf über 80 Prozent steigern. (Foto: CNA)

Taipei – 15. November 2024. Uber Eats hat am 14. Mai dieses Jahres angekündigt, das taiwanische Geschäft von Foodpanda übernehmen zu wollen. Die Fair Trade Commission (FTC), die Wettbewerbsbehörde Taiwans, erhielt zwar einen entsprechenden Antrag, konnte jedoch wegen unvollständiger Unterlagen zunächst keine inhaltliche Prüfung vornehmen. Kürzlich wurden die fehlenden Dokumente nachgereicht, und das Verfahren wurde ordentlich aufgenommen. Eine erste Entscheidung könnte bis zum 19. Dezember fallen, doch bei Bedarf kann die Prüfung um bis zu 60 Tage verlängert werden. In diesem Fall wäre frühestens im März mit einem Ergebnis zu rechnen.  

Die geplante Übernahme könnte weitreichende Folgen für den taiwanischen Markt für Essenslieferungen haben. Nach Einschätzungen der FTC würde die Fusion den gemeinsamen Marktanteil der beiden Plattformen auf über 80 Prozent steigern. Dies könnte laut Wettbewerbsrecht das Risiko einer marktbeherrschenden Stellung oder eines Monopols bergen. Allerdings betonte die FTC, dass eine marktbeherrschende Stellung nicht automatisch rechtswidrig ist. Entscheidend sei, ob die fusionierten Unternehmen ihre Marktmacht missbrauchen, um Wettbewerber zu verdrängen oder den Marktzugang neuer Anbieter zu blockieren.  

Die FTC erklärte, dass sie im Laufe des Prüfverfahrens die Parteien zu Stellungnahmen auffordern werde. Dabei werde geprüft, ob die Übernahme negative Auswirkungen auf den Wettbewerb im Markt habe. FTC-Vorsitzende Lee May betonte, dass alle betroffenen Unternehmen ausreichend Gelegenheit erhalten würden, ihre Sichtweise darzulegen – sei es schriftlich oder in Anhörungen. Diese Transparenz sei entscheidend, um ein ausgewogenes Urteil fällen zu können.  

Gleichzeitig wies Lee darauf hin, dass die gründliche Prüfung solcher komplexer Fusionen viel Zeit in Anspruch nehme. Nur mit vollständigen Unterlagen sei eine rechtlich belastbare Entscheidung möglich. Sollte es in der Zukunft zu gerichtlichen Verfahren kommen, sei eine solide Grundlage für die Argumentation entscheidend. Daher sei die Dauer der vorbereitenden Phase oft länger, insbesondere bei Fällen mit großer wirtschaftlicher Tragweite.

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