Taipei – 19. November 2024. Präsident Lai Ching-te (賴清德) wolle weder die Einfuhr von US-Rindfleisch liberalisieren noch auch den zulässigen Grenzwert für Raktopaminrückstände in Schweinenieren von 0,04 ppm verdoppeln.
Das erklärte Premierminister Cho Jung-tai (卓榮泰) am Dienstag während einer Parlamentssitzung als Reaktion auf eine entsprechende Anfrage des KMT-Parlamentariers Wang Hung-wei (王鴻薇).
Cho erklärte weiter, er habe nichts von solchen Gesprächen gehört. Er betonte, dass Taiwan bei der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern die Standards der Lebensmittelsicherheit aufrechterhalten werde, da die taiwanischen Standards den globalen Normen entsprechen. Cho stellte außerdem klar, dass die Verhandlungen in letzter Zeit aufgrund der US-Wahlperiode nur begrenzte Fortschritte gemacht hätten.
Da die USA eine Ausweitung der Handelskooperation mit Taiwan anstreben, sind Spekulationen über Taiwans Einfuhrbeschränkungen für US-amerikanisches Schweine- und Rindfleisch aufgekommen.
Die im April dieses Jahres begonnene zweite Phase der Verhandlungen über die Handelsinitiative des 21. Jahrhunderts zwischen den USA und Taiwan konzentrierte sich auf die Bereiche Landwirtschaft, Arbeit und Umwelt. Während der Gespräche äußerten die USA Bedenken über Taiwans Standards für Raktopamin in US-Schweinefleisch und den unvollständigen Marktzugang für US-Rindfleischprodukte.