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Taiwan stellt Vertretungsbüro in der Ukraine in Aussicht

  • 22-11-2024
Taiwan stellt Vertretungsbüro in der Ukraine in Aussicht
Wu betonte, dass Taiwans Ziel darin bestehe, möglichst viele internationale Verbündete zu gewinnen. Jedoch sei die Situation mit der Ukraine kompliziert, da diese angesichts der engen Zusammenarbeit zwischen China und Russland vorsichtig sei. Er erklärte, dass die Ukraine bei einer Annäherung an Taiwan eine Verstärkung der Feindseligkeit seitens Chinas befürchte, was wiederum die militärische Kooperation zwischen China und Russland intensivieren und zusätzlichen Druck auf die Ukraine ausüben könnte. (Foto: RTI)

Vizeaußenminister Wu Chih-chung (吳志中), hat am 21. November bei einem Besuch in Berlin gegenüber Reuters erklärt, dass Taiwan keine militärische Hilfe für die Ukraine leisten werde, da dieses Thema "zu sensibel" sei. Stattdessen strebe Taiwan an, künftig ein Vertretungsbüro in der Ukraine zu eröffnen, um die Beziehungen zu stärken.

Wu betonte, dass Taiwans Ziel darin bestehe, möglichst viele internationale Verbündete zu gewinnen. Jedoch sei die Situation mit der Ukraine kompliziert, da diese angesichts der engen Zusammenarbeit zwischen China und Russland vorsichtig sei. Er erklärte, dass die Ukraine bei einer Annäherung an Taiwan eine Verstärkung der Feindseligkeit seitens Chinas befürchte, was wiederum die militärische Kooperation zwischen China und Russland intensivieren und zusätzlichen Druck auf die Ukraine ausüben könnte.

China hat bislang Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine weder verurteilt noch substantielle Friedensvorschläge unterbreitet. Ein 12-Punkte-Dokument aus dem letzten Jahr enthielt lediglich allgemeine Prinzipien zur Beendigung des Konflikts. Zudem blieb China der Ukraine-Friedenskonferenz in der Schweiz fern, die Anfang dieses Jahres stattfand.

Taiwan hat sich auf humanitäre Unterstützung für die Ukraine konzentriert und nutzt dafür Nachbarländer als Plattform zur Zusammenarbeit. Wu erklärte jedoch, dass militärische Hilfe ein zu sensibles Thema sei und Taiwan daher keine Zusammenarbeit im Bereich von Sicherheitsausrüstung anstrebe. Zu Berichten über die mögliche Bereitstellung ausrangierter Hawk-Raketen äußerte sich Verteidigungsminister Wellington Koo (顧立雄) kürzlich: Diese würden gemäß den geltenden Ausmusterungsvorschriften behandelt, und eine mögliche Weitergabe werde gegebenenfalls von den USA entschieden.

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