Taipei – 28. November 2024. Die Entscheidungen über die Beitrittsanträge Chinas und Taiwans zum Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership (CPTPP) sollen vertragt werden. Das berichtete Politico am gestrigen Mittwoch, unter Berufung auf sachkundige Quellen. Grund dafür sei die komplexe Problematik der “Ein-China” Politik. Stattdessen würde man zunächst den Beitrittsantrag Costa Ricas diskutieren. Die Mitgliederversammlung der CPTPP findet seit gestern (27. November) in Vancouver, Kanada statt.
Die Regierungssprecherin Li Hui-chi (李慧芝) sagte heute: “Taiwan hat sich bereits auf die CPTPP vorbereitet. Alle wissen, dass wir die Auckland-Prinzipien respektieren und die hohen Anforderungen der CPTPP erfüllen. Durch multilaterale und unilaterale Strukturen fördern wir den Fortschritt des Beitrittsprozesses” Die Regierung warte auf die Abschlusserklärung des Treffens, und werde sich zunächst nicht weiter äußern.
Die drei Auckland-Prinzipien der CPTPP besagen, dass Beitrittskandidaten die hohen Standards des Abkommens erfüllen, die Handelsverpflichtungen einhalten und im Konsens aller CPTPP-Mitglieder beschlossen werden müssen.
Taiwan hatte 2021 kurz nach der Volksrepublik China einen Beitrittsantrag zu dem Handelsabkommen gestellt dem derzeit 12 pazifische Anrainerstaaten angehören. Darunter sind Australien, Brunei, Chile, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam. Taiwans Antrag läuft unter dem Namen „Separate Customs Territory of Taiwan, Penghu, Kinmen and Matsu“. Unter diesem Namen ist Taiwan auch in der Welthandelsorganisation (WTO) vertreten.