Taipei – 3. Dezember 2024. Taiwan wird weiterhin bei den Mitgliedsländern um Unterstützung für den Beitritt zum transpazifischen Handelsabkommen CPTPP werben, auch wenn die Gruppe in der vergangenen Woche beschlossen hat, den Beitrittsprozess Taiwans nicht einzuleiten.
Dies erklärte Lien Yu-ping (連玉蘋), Leiterin der Abteilung für internationale Zusammenarbeit und wirtschaftliche Angelegenheiten des Außenministeriums (MOFA), während einer wöchentlichen Pressekonferenz des Außenministeriums. Sie reagierte auf die Entscheidung des CPTPP vom 28. November (Vancouver-Zeit), ein Beitrittsverfahren für Costa Rica einzuleiten, das im August 2022, also ein Jahr später als Taiwan, den Beitritt zum Block beantragt hatte.
Lien sagte, es sei bedauerlich, dass die Mitglieder des transpazifischen Handelsabkommen CPTPP, auf einem Gipfel in Vancouver letzte Woche keine Einigung in dieser Frage erzielt hätten.
Auf dem Gipfel konnten sich die CPTPP-Mitglieder nicht auf die Bildung einer Arbeitsgruppe einigen, die Taiwans Antrag vorangebracht hätte.
Lien sagte, Taiwans internationale Beteiligung habe immer unter Druck gestanden und habe daher aufgrund der geopolitischen Realität“ größere Anstrengungen erfordert, wobei sie andeutete, dass der Faktor China im Weg stehe, da Peking Taipeh als Teil seines Territoriums betrachte.
Taiwan werde aber nicht aufgeben und seine Bemühungen seit seinem Antrag auf Beitritt zum Handelsblock am 22. September 2021 fortsetzen, um alle CPTPP-Mitglieder davon zu überzeugen, dass es die hohen Standards erfüllt, die für die Aufnahme in den Block erforderlich sind, sagte Lien.
Der Beitrittsantrag Chinas, der etwa eine Woche vor dem Taiwans im Jahr 2021 eingereicht wurde, wurde bei dem CPTPP Treffen vom 28. November (Vancouver-Zeit), ebenfalls auf Eis gelegt.
Auf die Frage, warum die Bewerbungen Taiwans und Chinas zurückgestellt wurden, während die Bewerbung Costa Ricas vorangetrieben wurde, sagte die kanadische Handelsministerin Mary Ng am 28. November, dass das Abkommen „völlig offen für neue Mitglieder“ sei, betonte aber, dass ein Konsens unter den Mitgliedern erforderlich sei, um eine Bewerbung voranzutreiben.
Ng sagte nicht, ob die „Ein-China-Politik“ der Mitgliedsländer Taiwans Antrag verhindert habe. Sie sagte lediglich, dass Kanadas „Ein-China-Politik“ unverändert bleibe und bekräftigte, dass ein Konsens unter den Mitgliedern erforderlich sei, um Beitrittsanträge zu prüfen.