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3. Berlin-Taiwan Konferenz abgehalten

  • 06-12-2024
3. Berlin-Taiwan Konferenz abgehalten
. Gestern und heute fand die dritte Berlin-Taiwan Konferenz statt, deren Thema in diesem Jahr „Partnering with Taiwan“ lautete. (Foto: CNA)

Taipei – 6. Dezember 2024. Gestern und heute fand die dritte Berlin-Taiwan Konferenz statt, deren Thema in diesem Jahr „Partnering with Taiwan“ lautete. Reinhard Butikofer, Co-Vorsitzender des Deutsch-Taiwanischen Gesellschaft, betonte, dass die Konferenz dazu dienen solle, die Solidarität zwischen Deutschland, Europa und Taiwan zu demonstrieren und „mehr über die Realität Taiwans zu erfahren“.

Die Konferenz, die im Europäischen Haus im Berliner Stadtteil Mitte abgehalten wurde, widmete sich an zwei Tagen verschiedenen Themen wie Transitional Justice, Stadtverwaltung, Bevölkerungsschutz, Literatur sowie Kooperation in Wissenschaft und Forschung. Für jedes Thema gab es Dialoge zwischen taiwanischen und deutschen Vertretern.

Taiwans Vertreter in Deutschland, Shieh Jhy-Wey (謝志偉), hob in seiner Rede hervor, dass die Welt ihre Haltung gegenüber Taiwan geändert habe. Früher habe man sich gefragt: „Was ist mit Taiwan los?“ (“What's the matter with Taiwan?”), heute heiße es: „Warum ist Taiwan wichtig?“ (“Why does Taiwan matter?”). Taiwan habe Jahrzehnten der Schmerzen standgehalten, um die heutige Demokratie und wirtschaftliche Stärke zu erreichen. „Taiwan ist nicht eine Provinz Chinas, sondern die Zukunft Chinas“, erklärte er.

Shieh Jhy-Wey räumte ein, dass Taiwan angesichts der Bedrohung durch China „in der Tat Angst habe“, stellte aber humorvoll fest, dass Taiwan durch seine enge wirtschaftliche Verflechtung mit der Welt, insbesondere durch den Erfolg von Unternehmen wie TSMC, zunehmend von China abkoppeln könne.

Frank Hartmann, Leiter der Asien-Abteilung im deutschen Außenministerium, betonte, dass Deutschland keine formellen diplomatischen Beziehungen zu Taiwan pflege, jedoch die von Peking aufgestellten politischen und prinzipiellen Erklärungen nicht anerkenne. Besonders die komplexen und abstrakten Konzepte der Beziehungen zwischen China und Taiwan erforderten ein sorgfältiges Vorgehen. Deutschland lehne Chinas Drohungen gegenüber Taiwan ab und behalte sich vor, die eigenen Interpretationen beizubehalten.

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