Taipei – 9.12.2024 – Der frühere Parlamentspräsident Wang Jin-pyng (王金平) hat ein neues Narrativ für die Beziehungen zwischen Taiwan und China vorgeschlagen. Dies ist „Getrennte Regierung ohne Teilung“: Beide Seiten der Taiwanstraße seien einander nicht untergeordnet, was die Regierung betrifft, die gemeinsame Souveränität sei jedoch nicht geteilt. Diese Angaben machte der frühere Parlamentspräsident Wang Jin-pyng von der Oppositionspartei KMT gestern bei einer Gründungsveranstaltung seiner neuen Denkfabrik.
Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) sagte heute dazu, dass die Unterscheidung zwischen Souveränität und Recht auf Regierung leicht zu begrifflichen Differenzen führen könne. Das Wichtigste sei, dass ein demokratischer Staat, eine vom Volk gewählte Regierung, die Menschenrechte und Eigentumsrechte der Bevölkerung schützen kann. Wichtig sei, dass Taiwan durch die vom Volk gewählte Regierung regiert werde und im internationalen Austausch stehe, so Lin.
Der Vorsitzende der Oppositionspartei KMT, Eric Chu (朱立倫), sagte, seine Partei unterstütze Austausch zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße und heiße Bemühungen und Beiträge zum Frieden über die Taiwanstraße aller willkommen.