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Expertenanalysen: Chinesische Militärmanöver richten sich nicht nur gegen Taiwan

  • 11-12-2024
Expertenanalysen: Chinesische Militärmanöver richten sich nicht nur gegen Taiwan
Nach dem Zwischenstopp des taiwanischen Präsidenten Lai Ching-te (賴清德) auf US-amerikanischem Boden hat China vom 09. bis zum 11. Dezember eine der größten militärischen Machtdemonstrationen seit 1996 durchgeführt. (CNA)

Taipei, 11. Dezember - Nach dem Zwischenstopp des taiwanischen Präsidenten Lai Ching-te (賴清德) auf US-amerikanischem Boden hat China vom 09. bis zum 11. Dezember eine der größten militärischen Machtdemonstrationen seit 1996 durchgeführt. Laut einem Bericht des “Wall Street Journal” versammelte China Dutzende Kriegsschiffe und Küstenwachboote in der Region, um seine Fähigkeit zu testen, die sogenannte „Erste Inselkette“ (von Japan, über Korea, Taiwan, die Philippinen bis Borneo in Malaysia) zu kontrollieren. 

Hochrangige taiwanische Beamte erklärten, dass China während der zwei Tage fast 60 Kriegsschiffe und 30 Küstenwachboote in der Region stationiert habe, mit Truppenbewegungen von der Ost- bis zur Südchinesischen See. Drew Thompson, Experte der Nanyang Technological University in Singapur, erklärte, dass die Manöver auch eine Botschaft an andere Länder im Westpazifik senden sollen, darunter Japan, Südkorea und die Philippinen.

Sicherheitsexperten vermuten außerdem, dass China mit diesen Manövern nicht nur eine mögliche Blockade Taiwans übt, sondern auch seine Strategie testet, andere Länder daran zu hindern, Taiwan im Falle eines Konflikts militärisch zu unterstützen. 

Das “Wall Street Journal” berichtet, dass die Übungen auch als Warnung an die USA zu verstehen seien, die als Taiwans wichtigster Verbündeter gelten. Unter Präsident Joe Biden hat Washington mehrfach seine Unterstützung für Taiwan bekräftigt, was Peking als Provokation betrachtet. Die aktuellen Manöver zeigen, dass China bereit ist, seine militärische Stärke einzusetzen, um seine Ansprüche in der Region zu untermauern.

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