Taipei, 17. Dezember - Das taiwanische Außenministerium plant, seine Akademie für Diplomatie und internationale Angelegenheiten (IDIA) schrittweise zu einer internationalen Denkfabrik auszubauen. Laut Winston Chen (陳文儀), dem Leiter der Akademie, wurde diese Aufgabe von Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) initiiert, um die Akademie stärker mit nationalen und internationalen Denkfabriken zu vernetzen. Ziel sei es, durch Seminare und Konferenzen wichtige Themen wie globale Konflikte, Energieunabhängigkeit und europäische Integration zu diskutieren, um neue Perspektiven für Taiwans Diplomatie zu entwickeln und Taiwans Außenpolitik zu stärken.
Die Akademie wurde 2012 gegründet und ist seitdem für die Ausbildung von Diplomaten sowie für den Austausch mit anderen Institutionen zuständig. Mit der neuen Ausrichtung sollen internationale Experten und Wissenschaftler stärker eingebunden werden, um den Austausch von Ideen zu fördern.
Zudem plant das Außenministerium, die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern auszubauen und neue Programme zu entwickeln, um die diplomatische Kompetenz Taiwans zu stärken. Laut dem Budgetplan für 2025 soll die IDIA künftig verstärkt Forschung betreiben und Empfehlungen für die Außenpolitik geben.