Taipei – 18. Dezember 2024 Verteidigungsminister Wellington Koo (顧立雄) hat am Mittwoch davor gewarnt, dass eine Verzögerung der Haushaltszuweisung Taiwans Programm für die U-Boote aus landeseigenem Bau (IDS/Indigenous Defense Submarine) um zwei Jahre verschieben könnte. Er reagierte damit auf den Vorschlag von Parlamentariern der Opposition, die Mittel für den Bau des Bootes zu streichen.
Während der Überprüfung des Budgets für 2025 durch den Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten und Nationale Verteidigung des Parlaments schlugen die KMT-Parlamentarier vor, das Budget für das U-Boot-Programm einzufrieren oder ganz zu streichen. Dazu gehört auch der Vorschlag, die 2 Mrd. NT$ (61,5 Mio. US$) aus dem Gesamtbudget von 284 Mrd. NT$ (7,62 Mrd. US$) für den späteren Bau von U-Booten zu streichen, da man Bedenken hat, dass der Prototyp „Hai Kun“ die Seeerprobung noch nicht abgeschlossen hat.
Laut Koo soll das U-Boot „Hai Kun“ im September 2025 in See stechen, was nicht in den aktuellen Budgetzyklus fällt. Das Programm könnte erhebliche Rückschläge erleiden, wenn sich die Haushaltsberatungen bis 2026 verzögern. Er betont, dass diese potenziellen Haushaltskürzungen erhebliche Auswirkungen auf den Zeitplan des Projekts und die nationalen Verteidigungskapazitäten haben könnten.
Minister Koo versprach, für eine sichere und stabile Erprobung des Hai Kun-U-Boots zu sorgen, und versprach, das Budget für den Bau des U-Boots nicht vor der Erprobung auf See auszugeben. Koo sagte, er werde sich weiterhin für Gespräche mit den Gesetzgebern einsetzen und die Dynamik des Programms für den landeseigenen Bau aufrechterhalten. Das sei für die Verbesserung der nationalen Verteidigungsfähigkeit von entscheidender Bedeutung.